Gold nahe Rekordhoch

13. Mai 2010, 16:15
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Preis für Edelmetall auf über 1.240 Dollar gestiegen - Schuldenkrise in Europa sorgt weiter für Verunsicherung - Gold als "sicherer Hafen"

Frankfurt - Aus Furcht vor den Folgen der griechischen Schuldenkrise haben auch am Donnerstag zahlreiche Anleger Schutz in Gold-Anlagen gesucht. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostete 1.234 Dollar (973 Euro). Am Mittwoch hatte Gold mit 1.248,15 Dollar und 988,31 Euro neue Rekordhochs markiert.

"Kurzfristig ist zwar mit Gewinnmitnahmen zu rechnen, der Trend zeigt aber aufwärts", sagte Analyst James Moore von TheBullionDesk.com. "In den nächsten Tagen könnte der Kurs auf 1.300 Dollar steigen." Die Schuldenkrise mache vielen Anlegern Sorgen, fügte er hinzu. "Die Regierungen müssen so viel Geld in das System pumpen und dieses zusätzliche Kapital wirkt inflationstreibend." Sein Kollege Dan Brebner von der Deutschen Bank warnte vor einem drohenden Abwertungswettlauf der Währungen. Mit dieser Maßnahme können Staaten ihre Waren auf dem Weltmarkt billiger machen und die heimische Wirtschaft stärken.

Die Rohstoffexperten der ANZ Banken wiesen darauf hin, dass die Gold-Nachfrage allumfassend anziehe. Dies gelte für Münzen und Barren ebenso wie für Fonds. Die Edelmetall-Bestände des weltgrößten börsennotierten Gold-Fonds SPDR Gold erreichten mit 1.209,499 Tonnen erneut einen Rekordwert.

Die Investoren an den Märkten für Basismetalle beurteilten die Erfolgsaussichten der Bemühungen zur Eindämmung der Schuldenkrise etwas optimistischer. Kupfer verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 7.050 Dollar je Tonne. Die Lage habe sich zwar entspannt, gelöst seien die Probleme damit aber noch nicht, betonte ein Händler. Daher könne vorerst nicht mit größeren Kursgewinnen gerechnet werden. (APA/Reuters)

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    Goldfinger.

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