Deutschkurse für Senioren

11. Mai 2010, 19:47
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Integrationsprojekte für neue Zielgruppen

Wien - Die Wiener Stadtregierung will heuer eine Reihe neuer Integrationsprojekte starten. "Wir haben ein paar Gruppen, zu denen wir schwer durchkommen", sagt Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SP).

So sollen sich etwa Parkbetreuer verstärkt um ältere Zuwanderer bemühen. Nach Beendigung des Erwerbslebens verlerne ein Teil der Migranten die deutsche Sprache. "Wir wollen diese Menschen nicht sprachlos den Lebensabend bei uns verbringen lassen", sagt Frauenberger. Mobile Sozialarbeit soll den Erstkontakt für Deutschkurse in der Volkshochschule legen.

Mehr kümmern will man sich auch um die jugendlichen Zuwanderer aus der zweiten Generation. Mittels verstärkter Elternarbeit und umfassender Ausbildungsbegleitung will man sie zum sozialen Aufstieg motivieren. An rund 400 bis 500 Jugendliche kommen die städtischen Einrichtungen derzeit gar nicht heran.

Die meisten sind im Zuge der Familienzusammenführung neu ins Land gekommen, sprechen sehr schlecht Deutsch und sind nicht mehr schulpflichtig. "Die sind aus dem Stoff, aus dem Jugendbanden gemacht werden", sagt Bürgermeister Michael Häupl (SP). Neue Anknüpfungspunkte soll auch hier städtische Sozialarbeit finden. "Die Parkbetreuer werden heuer noch mehr rausgehen und noch mehr mit den Leuten reden", sagt Frauenberger. (stem/DER STANDARD, Printausgabe, 12./13. Mai 2010)

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