Elektrogeräteverkauf stagnierte im April 2010

11. Mai 2010, 18:09
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Treibende Kraft Haushalts- und Hygieneartikel - Rückgang im Bürobereich

Beim Verkauf von Elektrogeräten gab es im April 2010 eine Stagnation gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, geht aus den Daten des Marktforschers GfK hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Treibende Kraft waren Elektrogroß- und Elektrokleingeräte sowie die Unterhaltungselektronik während der Bürobereich unter der Wirtschaftskrise litt.

Im Bereich der Elektrokleingeräte kam ein wichtiger Impuls von Filterkaffeemaschinen, Handmixer, traditionellen Küchenmaschinen, Toastern, Epiliergeräten, Bügeleisen oder Staubsaugern. Rückläufig entwickelten sich Herrenrasierer, Haarschneider, Geräte zur Mundpflege, Standmixer und Fritteusen.

Haushalt und Handy

Die größten Zuwächse bei Elektrogroßgeräten wurden bei Waschmaschinen und Wäschetrockner verzeichnet, aber auch Geschirrspüler konnten gegenüber dem Vorjahr zulegen. Laut GfK ist der Zuwachs vor allem auf umweltschonende Geräte mit niedrigem Wasser- und Energieverbrauch zurückzuführen. Ab April soll es eine Förderung für Waschmaschinen und Wäschetrockner geben, hier ist mit einem weiteren Absatzanstieg zu rechnen.

Im Bereich der Telekommunikation gibt es bei den Smartphones ein deutliches Wachstum. Im ersten Quartal war bereits jedes fünfte verkaufte Handy ein Smartphone. Auch im Bereich Zubehör für Smartphones, vor allen Dingen Handytaschen zum Schutz der teuren Geräte, gibt es ein deutliches Umsatzplus.

Fernseher gefragt

Auf Erfolgskurs ist auch der Bereich der Unterhaltungselektronik (inkl. Recording Media). Gegenüber dem ersten Quartal 2009 wurde 2010 ein Umsatzplus von 2,5 Prozent erzielt. Die bedeutendste Gruppe sind Farbbildfernseher, hier stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um 12 Prozent. Der TV-Markt profitiere vor allem durch laufende Innovationen, so GfK.

Nicht erholen konnte sich der Office Markt. Auch im ersten Quartal 2010 setzten Tintenstrahldrucker und Lasergeräte ihre Umsatzeinbrüche fort. Im Bereich der Informationstechnologie sank das Minus mit 4,3 Prozent schwächer als im letzten Quartal 2009. Desktopcomputer liegen auf einem stagnierenden, stabilen Niveau. Bei mobilen Geräten stieg der Verkauf leicht an. Bei Netbooks kann man im 2. Quartal mit steigenden Absatzzahlen rechnen, da es neuerliche Subventionen seitens der Mobilfunktbetreiber geben soll. (APA)

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