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Von der Urproduktion zur Dienstleistung

11. Mai 2010, 17:49
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Bundesforstliche Dienstleistungen sind weit über Österreich hinaus gefragt – von Afrika bis zum Kaukasus

"In wirtschaftlich schwierigen Zeiten überlässt man seine Geschäfte gern Profis", zieht Horst Pristauz-Telsnigg Resümee. Die bundesforstlichen Inlands-Dienst-leistungen sind 2009 in allen Bereichen gewachsen. Mit der Forstverwaltung Gutmann konnte man außerdem den bislang größten Kunden mit knapp 2000 Hektar Wald überzeugen. Mittler-weile wird für 30 Kunden eine Gesamtfläche von 9.000 Hektar bewirtschaftet.

Internationale Beratungen

Etwas durchwachsener fällt die Bilanz von Michael Sutter aus, dessen Consulting-Team ausschließlich außerhalb Österreichs berät und bis dato rund 200 Projekte in 40 Ländern abgewickelt hat: "Während krisenbedingt bei Privatkunden etwa in der Säge- oder Papierindustrie einige Projekte verschoben wurden, verlief die Entwicklung bei bilateralen Projekten sehr gut." Die internationalen Beratungsaufträge führen Sutters Mitarbeiter von Indien über Indonesien bis nach Afrika. Mit zwei Projekten in Äthiopien haben die ÖBf-Consulter den wirtschaftlichen Wert von Schutzgebieten erhoben und die Umstrukturierung der größten Forst-verwaltung des Landes initiiert. Dabei steht die Sicherung der Brenn- und Bauholzversorgung für die lokale Bevölkerung im Vordergrund. Ein weiteres Projekt wickeln die ÖBf-Consulter mit der strategischen Neuausrichtung der bulgarischen Staatsforste ab. Das von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung finanzierte Programm soll dem Staatsbetrieb mit 9.000 Mitarbeitern und einer Fläche von vier Millionen Hektar Unterstützung bieten. Das Ziel laut Sutter: "Wieder nachhaltig zu wirtschaften, trotz krisenbedingt geschrumpfter Budgets. Wir haben viel Know-how bei der Umstrukturierung von Staatsbetrieben."

Bei den ÖBf-Naturraummanagern im Inland stand die Arbeit 2009 auch im Zeichen der Umorientierung. War das fünfköpfige Kernteam bislang auf Schutzgebiets-betreuung fokussiert, geht es jetzt verstärkt in Richtung Lebensraumprojekte und Ökosponsoring, erklärt Gerald Plattner. "Wir haben das Know-how und auch die Flächen und sind regional gut verankert", beschreibt er die Stärken seines Teams. Das vergangene Jahr war vor allem den Mooraktivitäten gewidmet. Viele dieser Lebensräume sind in den letzten 150 Jahren verschwunden. Jetzt ist Reparatur angesagt. Im Inneren Salzkammergut sollen etwa 63 Moore wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. "Nach dem ersten Jahr sieht man bereits wieder die Torfmoose wachsen", freut sich Plattner.

Vorzeigeprojekt am Feuerkogel

Was den ÖBf-Dienstleistern gemeinsam ist, ist der wachsende Bedarf an ihrem Know-how abseits der holzwirtschaftlichen Urproduktion. Bei der technischen Naturraumplanung etwa, mit der sich Pristauz-Telsnigg Team beschäftigt, geht es um Skipisten und Mountainbike-Strecken für Kunden wie Skilift- und Seilbahnbetreiber. Als Vorzeigeprojekt nennt Pristauz-Telsnigg den Ausbau des Angebots am Feuerkogel. "Absolut professionelles Projektmanagement und hohe Flexibilität bei geologisch schwierigsten Bedingungen", fasst er die Anforderungen zusammen. Mountainbike-Führer für Touristiker oder ein webbasiertes GIS-System, das die Bewirtschaftung von Waldparzellen effizienter macht, ergänzen die Aktivitätenliste.

  • Äthiopische Frauen beim täglichen Brennholzsammeln im Staatswald.
    foto: öbf

    Äthiopische Frauen beim täglichen Brennholzsammeln im Staatswald.

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