Deutsche Post im Aufschwung

11. Mai 2010, 11:54
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Erstes Quartal über Erwartungen - Briefsparte hält Gewinn dank Kostensenkungen - Expressgeschäft läuft besonders gut

Bonn - Die Deutsche Post hat im ersten Quartal getragen von der konjunkturellen Erholung etwas mehr umgesetzt und wegen des Sparkurses deutlich mehr verdient. Für das Gesamtjahr erwartet Unternehmenschef Frank Appel eine kontinuierliche Erholung der weltweiten Transportmengen. Daher stellte er am Dienstag in Bonn trotz des zum 1. Juli fallenden Steuerprivilegs einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten am oberen Ende der Spanne zwischen 1,6 Mrd. und 1,9 Mrd. Euro in Aussicht. Dabei soll die Briefsparte 1,0 Mrd. bis 1,2 Mrd. Euro einfahren, die DHL-Sparte 1,0 bis 1,1 Mrd. Euro. Damit erwartet die Post, bei den Dachaufgaben des Konzerns dreistellige Millionenverluste zu verbuchen. Auch der Umsatz soll den Vorjahreswert von 46,2 Mrd. Euro übertreffen.

"Nach dem erfreulichen Start in das neue Geschäftsjahr sehen wir uns in unserem grundsätzlichen Optimismus für 2010 bestätigt. Für die Zukunft setzen wir auf eine Stabilisierung der Ergebnisse im Brief-Bereich und auf DHL als treibende Kraft für die Steigerung des Konzerngewinns", sagte Finanzvorstand Larry Rosen.

Im ersten Quartal übertraf die Deutsche Post die Erwartungen der Analysten. Sie steigerte den Umsatz von 11,5 Mrd. auf 12,0 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern stieg dank der Sparkur und des Konzernumbaus von 27 Mio. auf 512 Mio. Euro. Der Überschuss legte einen gewaltigen Sprung von 944 Mio. auf 1,7 Mrd. Euro hin. Grund ist Bilanz-Umstellung auf IFRS. Die Umtauschanleihe, die die Post im Zuge des Postbank-Verkaufs ausgegeben hatte, wurde im vergangenen Quartal mit 1,4 Mrd. Euro verbucht.(APA)

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