Intercell weitet Verluste aus

11. Mai 2010, 10:31
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Wien - Der börsenotierte Wiener Impfstoffentwickler Intercell hat im ersten Quartal 2010 seinen Verlust von 8,2 auf 14,7 Mio. Euro ausgeweitet. Das Minus sei auf den um 19,1 Prozent auf 17,9 (15,1) Mio. Euro gestiegenen Forschungs- und Entwicklungsaufwand zurückzuführen, teilte das Unternehmen am Dienstag ad hoc mit. Außerdem seien die Erlöse mit dem Impfstoff Ixiaro/Jespect gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Umsatz ging von 5,4 auf 4,8 Mio. Euro zurück, der Nettomittelabfluss belief sich auf 15,5 (14,3) Mio. Euro. Analysten erwarteten im Schnitt ein Umsatzplus auf 8,2 Mio. Euro und einen operativen Verlust (EBIT) von 16,2 Mio. Euro.

Im Fokus von Intercell steht nach wie vor die Vermarktung des Impfstoffs Ixiaro/Jespect, das Unternehmen peilt eine Steigerung der Verkäufe im Reise- und Militärbereich an. Nach einer Erweiterung der Impfempfehlung in den USA 2009 habe nun auch Großbritannien eine Impfempfehlung ausgesprochen und dabei auf den Intercell-Impfstoff verwiesen. Intercell erwartet Empfehlungen in weiteren europäischen Ländern.

Für das zweite Quartal erwartet die Gesellschaft in Anbetracht der nahenden Hauptreisezeit einen deutlichen Anstieg der Produktverkäufe. Neue Lieferungen an Vermarktungs- und Vertriebspartner werden sich aufgrund des Zeitplans zur Chargenfreigabe für den europäischen Markt vom erstens ins zweite Quartal verschieben, so Intercell heute erneut.

Die Entwicklung für den endemischen Markt in Asien verlaufe nach Plan. Der Start der Phase-III-Studie für das Mittel gegen Japanische Enzephalitis wird für Ende 2010 erwartet. Die klinischen Programme bei den restlichen Mitteln verlaufen laut Unternehmensangaben planmäßig. Zum 31. März verfügte Intercell über eine Cash-Position von 158,2 (172,2) Mio. Euro. (APA)

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