AT&S rutscht in Verlustzone

11. Mai 2010, 09:50
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Der Leiterplattenhersteller hat im abgelaufenem Geschäftsjahr bei weniger Umsatz sein Betriebsergebnis mehr als halbiert

Wien - Der börsenotierte Leiterplattenhersteller AT&S hat im Geschäftsjahr 2009/10 (per 31. März) bei deutlich geringerem Umsatz als im Vorjahr sein Betriebsergebnis mehr als halbiert, das Konzernergebnis ist knapp in die Verlustzone gedreht. Der Umsatz ging auf 372,2 (449,9) Mio. Euro zurück, das operative Ergebnis (EBIT) sank auf 11,0 (26,6) Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis reduzierte sich stark auf 2,6 (27,8) Mio. Euro, der Konzernverlust beläuft sich auf -1,1 (24,8) Mio. Euro.

Trotz des schwachen Ergebnisses will das Unternehmen auch heuer seiner Dividendenpolitik treu bleiben, wonach rund 10 Prozent der Cash Earnings ausgeschüttet werden sollen. Der Vorstand werde der Hauptversammlung am 7. Juli vorschlagen, eine Dividende von 0,10 Euro auszuschütten, teilte das Unternehmen Dienstag früh im Vorfeld einer Pressekonferenz mit.

Mit Kratzer davongekommen

Nach dem schlechten Beginn des Geschäftsjahrs sieht man sich bei AT&S gerade mit einem Kratzer davongekommen: "Nach den hohen operativen Verlusten des ersten Quartals konnten wir eigentlich nicht von einem positiven operativen Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr ausgehen. Nun haben wir sogar ein positives Vorsteuerergebnis - exklusive Einmalaufwendungen - erzielt", erklärt Finanzvorstand Steen Hansen in der Pressemitteilung.

Das Unternehmen mit Stammwerk im steirischen Leoben-Hinterberg hat die Volumsproduktion von der Steiermark nach Asien verlegt. Demnach stieg der von den asiatischen Werken generierte Umsatzanteil von 61 Prozent im Geschäftsjahr 2008/09 auf 67 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Großteil des Gesamtumsatzes wird mit dem Geschäftsbereich Mobile Devices (Handys etc.) erwirtschaftet (rund 60 Prozent), weiters werden Leiterplatten für Industrie (28 Prozent) und Automotive (11 Prozent) erzeugt.

Die Nettoverschuldung wurde im Geschäftsjahr 2009/10 um 26,4 Mio. auf 148,0 Mio. Euro reduziert. Das Eigenkapital sank von 252,7 auf 208,8 Mio. Euro stark, der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/Eigenkapital) stieg auf 71 Prozent. AT&S beschäftigte per Ende März 2010 insgesamt 5.875 Mitarbeiter an Standorten in Österreich, Indien, China, Südkorea und in insgesamt 16 Vertriebsbüros. (APA)

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