"Guter Anfang" für Spekulationsbremse

11. Mai 2010, 08:48
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Das Euro-Krisenpaket ist laut OeNB-Gouverneur Nowotny "Hilfe zur Selbsthilfe",

Wien - "Ich glaube, dass das ein guter Anfang ist", sagt OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny laut Ö1-Morgenjournal. Nowotny sah in der (euphorischen) Reaktion der Finanzmärkte den Beweis, dass es gelungen sei, "die Spekulation massiv einzubremsen". Für eine langfristige Stabilisierung müssten die Staaten nun selbst etwas unternehmen. Eine Inflationsgefahr sieht Nowotny nicht.

Das Euro-Krisenpaket sei eine "Hilfe zur Selbsthilfe", sagt der OeNB-Gouverneur. Man habe jetzt spekulative Übertreibungen bekämpft, doch dahinter stehe weiterhin die Problematik von zu hohen Defiziten in einigen EU-Staaten. "Das ist die unmittelbare Ursache, dort muss man jetzt ansetzen", so Nowotny. Nun müssten die entsprechenden Stabilisierungsprogramme ganz konsequent durchgesetzt werden. Und das werde von EU und Europäischer Zentralbank (EZB) laufend überprüft.

Die Gefahr einer stark steigenden Inflation sieht Nowotny "auf keinen Fall". Denn das nun fließende Geld führe nicht unmittelbar zu höheren Ausgaben. Und die Inflation würde nur steigen, "wenn wir die Geldmenge nicht unter Kontrolle hätten". Was den Euro-Wechselkurs zum Dollar betreffe, gebe es große Schwankungen - vom Beginn mit 0,80 Dollar bis hin zu 1,50. Jetzt sei man mit 1,20 bis 1,30 in einem guten Mittelbereich. (red)

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    Nowotny sieht wie andere auch in der (euphorischen) Reaktion der Finanzmärkte den Beweis, dass es gelungen sei, "die Spekulation massiv einzubremsen".

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