Amnesty will Protest-Kampagne via Facebook finanzieren

11. Mai 2010, 08:25
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Organisation sucht Geld für Printwerbung gegen Shell

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International  übergibt das Regiment bei einer Kampagne erstmals in die Hände der Konsumenten. Amnesty startet eine Online-Aktion, bei der in Social Networks wie Facebook Geld für eine neue Protest-Werbung gegen Shell gesammelt werden soll. Die über Facebook und Twitter finanzierte Kampagne wird dann nur in Printversion in Zeitungen erscheinen.

"Es handelt sich hier nicht um ein internationales, sondern ein Projekt von Amnesty UK", erklärt Michaela Klement, Leiterin Kommunikation bei Amnesty International Österreich, auf Nachfrage von pressetext. Jedenfalls sei es das erste Mal, dass Amnesty bei einer Kampagne bzw. deren Finanzierung so vorgehe.

Vorbild Obama

Amnesty hofft auf eine schwungvolle Online-Aktion nach dem Vorbild von Barack Obamas Web-Wahlkampf, um ausreichend Geld für die Protest-Kampagne zu sammeln. Die geplante Printanzeige soll gleichzeitig mit Shells Jahresmeeting am 18. Mai veröffentlicht werden. Der Öl-Konzern wird dabei aufgrund von Umweltverschmutzungen im Niger-Delta in Nigeria angegriffen.

Die gesamte Aktion setzt auf die breite Nutzergemeinde, die Facebook, Twitter, MySpace und das eigene Amnesty-Blogger-Netzwerk mittlerweile aufweisen. Damit soll ausreichend Geld gesammelt werden können, um Anzeigenseiten in der nationalen britischen Presse kaufen zu können.

"Amnesty ist eine Kampagnen-Organisation und Werbung ist eine großartige Möglichkeit, Einfluss zu erlangen", meint Naomi McAuliffe, Kampagnen-Managerin im Bereich Armut und Menschenrechte bei Amnesty International UK. Natürlich sei die anvisierte Printkampagne nicht ganz billig, daher sei man auch auf der Suche nach besorgten Konsumenten, die bei der Finanzierung einer starken Werbung mithelfen. (pte)

 

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