Mutmaßlicher Terre'Blanche-Mörder beteuert Unschuld

10. Mai 2010, 20:55
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Erste Anhörung nach Mord an Rechtextremist

Ventersdorp - Einer der beiden mutmaßlichen Mörder des südafrikanischen Rechtsextremisten Eugene Terre'Blanche hat nach eigenen Angaben aus Selbstschutz gehandelt. "Ich tat alles aus Selbstverteidigung und werde auf nicht schuldig gegen alle Anklagepunkte plädieren", las Chris Mahlangu am Montag aus einer eidesstattlichen Erklärung bei einer ersten Anhörung in einem Gericht im südafrikanischen Ventersdorp vor. Er habe keine Vorstrafen und werde nicht fliehen, wenn er gegen Zahlung einer Kaution freigelassen werde, versicherte der 28-Jährige.

Chefermittler Tsietsi Mano erklärte, es bestehe durchaus Gefahr, dass Mahlangu ins benachbarte Simbabwe fliehen könnte. Nach seinen Angaben wurde Terre'Blanche mit einem Metallrohr geprügelt und mit einer Art Machete bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Ihm seien auch die Hosen heruntergezogen worden, sagte Staatsanwalt George Baloi.

Der zweite Angeklagte, ein 15-Jähriger, erschien am Montag kurz im Gericht. Seine Anhörung wurde auf den 10. Juni vertagt. Der eigentliche Prozess soll im September stattfinden.

Ein Anwalt der beiden hatte zuvor der Wochenzeitung "Sunday Times" gesagt, die beiden mutmaßlichen Mörder hätten aus Notwehr nach homosexuellen Übergriffen gehandelt. Nach Angaben seines Mandanten habe auf der Farm von Terre'Blanche "eine Art" gleichgeschlechtlicher Verkehr stattgefunden. Demnach soll Terre'Blanche den beiden Männern, zwei schwarzen Angestellten seiner Farm, Alkohol aufgedrängt und versucht haben, "mit einem oder beiden" Sex zu haben.

Terre'Blanche war Anfang April ermordet auf seiner Farm in Ventersdorp im Nordwesten des Landes aufgefunden worden. Ein Streit um ausstehende Löhne wurde als Motiv für den Mord genannt. (APA)

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