Die Geister, die er rief

10. Mai 2010, 21:14
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    foto: apa/herbert neubauer

    Gemeinsam oder doch einsam? FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will die Partei verbreitern, die versteht darunter möglicherweise etwas anderes. Strache versucht Barbara Rosenkranz und Andreas Mölzer die Hand zu reichen.

Die FPÖ zieht eine Lehre aus ihrer erfolglosen One-Woman-Show im Präsidentschaftswahlkampf und verbreitert ihre Parteispitze

Wien - Angesichts des mageren Ergebnisses der blauen Hofburg-Kandidatin Barbara Rosenkranz bei der Bundespräsidentenwahl (15,6 Prozent) trat am Montag der Bundesvorstand der FPÖ zusammen, um den ganzen Nachmittag über eine erfolgversprechendere Strategie für den Urnengang in Wien am 10. Oktober auszubrüten. Parteichef Heinz-Christian Strache strebte eine Verbreiterung der Parteispitze an und zwar, wie er vorher betont hatte, in Form von "glorreichen sieben Persönlichkeiten" , die die Partei nach außen besser repräsentieren sollen.

Doch daraus wurde offensichtlich nichts. Die beiden Rechtsaußen, der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer und Barbara Rosenkranz, verließen gemeinsam als Erste die Sitzung. Rosenkranz' knapper Kommentar, bevor sie entschwand: "Wir sind eine breite Partei." Mölzer wiederum kündigte an, dass es ein paar zusätzliche Personen geben werde, "wie eben bei jeder Landtagswahl" . Für Verwirrung sorgte dann FPÖ-General Harald Vilimsky, der die Sitzung kurz verließ und erklärte, dass die "glorreichen Sieben" gar kein Thema seien, denn: "Bei uns gibt es mehr als sieben."

Gegen 17.30 Uhr trat dann Strache vor die Kameras - und wollte von seinen Sieben auch nichts mehr wissen. Zwar nannte er wieder seine "jungen, tollen Kräfte" , die in der FPÖ "sichtbarer" werden sollen, darunter die beiden Generalsekretäre Vilimsky und Herbert Kickl, Wiens blauer Vize Harald Stefan, der Burgenländer Norbert Hofer, der Oberösterreicher Manfred Haimbuchner, Vorarlbergs Landeschef Dieter Egger sowie die Wienerin Barbara Kappl. Aber: Strache verteidigte auch "Persönlichkeiten" wie den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf ("er hat eine ganz wichtige Aufgabe und Funktion" ). Nur eines hielt der FPÖ-Chef zu dem umstrittenen Freiheitlichen für den Wiener Wahlkampf fest: Graf werde nicht kandidieren, aber ihn, Strache, als Obmann im 22. Bezirk freilich unterstützen.

Strache, dem nachgesagt wird, dass er die Partei nach dem missglückten Wahlkampf von Rosenkranz vom rechten Rand wegrücken will, wird die Geister, die er rief, offenbar nicht mehr los. Graf selbst erklärte am Montag: "Wir bereiten vor, dass wir kurz- oder mittelfristig die stärkste Kraft in Österreich werden. Wir müssen im Sinne einer Volkspartei uns dafür organisatorisch wappnen."

Vom Parteivorstand bestätigt wurden übrigens die Ausschlüsse in der Tiroler FPÖ. Fünf Funktionäre sollen einen Putschversuch gegen den dortigen schwer erkrankten Landesobmann Gerald Hauser unternommen haben. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 11.5.2010)

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Posting 1 bis 25 von 54
1 2
Faun
00
11.5.2010, 23:38

Die watschen den doch ab, oder?

King of Cowards
24
11.5.2010, 11:23
"Wir sind eine breite Partei."

"breit" im Sinne von besoffen?

DAS glaube ich sofort.

Marlon62
11
11.5.2010, 12:47
Eher breit

im Sinne von "eingraucht".

Mooswieser
00
11.5.2010, 23:35

...DES glaub i net

ZabiaZabia
01
11.5.2010, 10:54
Wann präsentiert sich Strache

als Spitzenkandidat für den Wiener Bürgermeistersessel?

lobo marunga
00
11.5.2010, 10:53

denen fehlt einfach der gottseibeiuns - aber aus eingeweihten kreisen wird berichtet es wird an einem klon gearbeitet. hoffentlich kann man den geistig ein wenig stabiler basteln sonst hams wieder das selbe gscherr. andrerseit für führer dieser truppe ist ja der sprung im schüsserl quasi ein qualititätskriterium.

l'apathie de la bourgeoisie
02
11.5.2010, 10:48

"keinesfalls möchte ich behaupten, dass strache drogen nimmt. die koksfresse kommt sicher von der ganzen galle."

Erstschlag
 
10
11.5.2010, 10:46
Nunmehr spricht alles für die Maximalsedierung von Strache.

Karl Heinz dein Geld ist meins........
 
00
11.5.2010, 10:43
Gegen Jörg Haider ist Strache nur ein Lausbub!

less talk more rock
00
11.5.2010, 10:23
Der Lack ist ab!

Das Siegerimage ist schon lange weg...

chris pontius
00
11.5.2010, 23:10

traurig weil du nie eines hattest?

Anticitizen1
13
11.5.2010, 09:56
nur schimpfen nützt auch nichts

habe zu dem artikel noch keinen ernstgemeinten kommentar gelesen, daher mein versuch selbst einen zu schreiben:

ich befürchte auf kurz oder lang wird diese rouchade einen stimmenzuwachs für die fpö bringen. wenn auch nur offiziell - und inoffiziell wird alles beim (ewig gestrigen?) alten bleiben - so ist eine absage vom rechten rand in der fpö von einer mehrheit der bevölkerung doch eher zu begrüßen.

und nach der letzten nationalratswahl IST das 3. lager bereits stärkste kraft in österreich. sicherlich werden nicht alle bzö-wähler in richtung fpö abwandern, aber ich rechne weder für spö, övp oder auch grün mit einem plus an wählerstimmen. dh es bleiben nicht sehr viele parteien für einen zugewinn übrig...

ps: nein, ich wähle nicht fpö.

Jim Kirk
11
11.5.2010, 11:04

fpbzö hatten 2008 zusammen 28,2%, die spö alleine 29,3 mit den grünen 39,7%. Wo ist also das 3. Lager stärkste Kraft?

alexanderletten
 
11
11.5.2010, 10:25

Wie ernst es diese Initiative meint lässt sich allein daran erkennen, dass zB. letztes Jahr (September) ein Hr. S. die Funktion des BP in Frage stellte, trotzdem einen Kandidaten aufstellte, diesem in stolz geschwellter Brust mögliche 35% in Aussicht stellte(was natürlich Hr. S. selbst nicht glaubte) und jetzt von irgendwas Wunden lecken faselt.
Die Absage an den "rechten Rand" ist gleichwohl ein Inzenierung.
Damit diese Absage als Begrüßung (wie Sie es schreiben) angenommen werden soll, mußte sich die Initiative erst mal dahin positionieren, also:
Um sich innerparteilich vom "rechten Rand" zu distanzieren wurde dieser "Rechte Rand" für die Distanzierung medial geschaffen bzw. öffentlich absichtlich dargestellt.

Anticitizen1
01
11.5.2010, 11:11

auch in der fpö ist nicht alles und jeder gleich rechts außen. rosenkranz, graf und allen voran mölzer sind wegen ihrer ansichten innerhalb der fpö nicht unumstritten.

dh ob der rechte rand jetzt wirklich medial erst einmal geschaffen werden muss glaub ich weniger,

das ganze ist eher:

a) wahlkampftaktik für die wienwahl (graf)
b) bekämpfen von innerparteilichen kritikern (mölzer)
c) in-die-schuhe-schieben von einem schlechten wahlergebnis (rosenkranz)

alexanderletten
 
11
11.5.2010, 11:54

Nein, der rechte Rand wurde natürlich nicht extra geschaffen, das ist klar.
Der "rechte Rand", der ja sowieso vorhanden ist, wurde als solches medial zelebriert, um dann öffentlich wirksam zurückzurudern mit dem Hintersinn, so durch "Kurskorrektur" auf Stimmenfang zu gehen(Begrüßung); an der Positionierung der FP selbst ändert sich ja deswegen auch nichts.

I man i tram
00
11.5.2010, 09:44
Es sind die Geister, die IHN riefen

und Haider wegen seiner "undeutschen Umtriebe" vertrieben.

Kennt eigentlich jemand "die 7 Schwaben":
http://www.sagen.at/texte/mae... waben.html ?

Eigentlich schade, dass Strache seinen Plan nicht durchsetzen konnte.

Roter Baron
01
11.5.2010, 09:40
zombieball

jetzt werden die untoten wieder ausgegraben...


roter baron

Ich bin Brian
10
11.5.2010, 09:33
Bild oben...

Trio Infernale

KaMuschikaSaki
01
11.5.2010, 09:09

Anst und Bang kann einem werden, die innere Einstellung ist und belibt RECHTS. Da kann auch eine neue Organisation, wenn es denn Eine ist, nichst ändern. Eggers Wahlkampfstil in Vorarlberg ist noch in guter Erinnerung!

dudi
02
11.5.2010, 08:36
so etwas wie nationalgarde...

der fpö für österreich.

skip it
01
11.5.2010, 08:21
aus dem macht der kan straßenbahnwaggon mehr...

living reef
15
11.5.2010, 08:16
entlarfend!

strache hat einmal mehr in einem orf interview kalrgemacht was sache ist. es gibt keinen richtungsstreit, alle sind überzeugt worden dass die parteilinie - straches linie - die einzig richtige ist. na wenn das nicht total demokratisch ist. eine partei mit totalitären strukturen! aber wäre man bei der fpö überrascht wenn es anders wäre?

lupus alpha
33
11.5.2010, 08:23

Und wenn Sie bei den Grünen wegen Richtungsstreit und Glawischnig`s Linie nachfragen...? Eben, da gibt`in jeder Partei dieselben Antworten, selbst wenn schon die Messer gewetzt werden.

yoshi7
31
11.5.2010, 11:31

da sieht man das sie keine ahnung haben....

zuviel demokrtie ist meiner meinung nach das problem der grünen. wie immer wäre die lösung ein gesunder mittelweg

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