Heimische Investmentfonds im Plus

10. Mai 2010, 16:48
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1.097 von 1.121 Fonds auf Jahressicht mit positiver Einjahresperformance - Russland- und Osteuropa-Fonds liegen erneut vorn

Wien - Im April zeigt sich die Erholung der Weltbörsen nach dem Crash 2008 erneut in der Performance-Statistik heimischer Investmentfonds, wenn auch einige Gewinne vor dem Hintergrund der Griechenland-Krise wieder abgegeben wurden. In der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) verbuchen per Ende April 1.097 Fonds auf Jahressicht ein Plus. Nur 23 weisen eine negative Performance aus, ein Fonds notiert unverändert.

Im arithmetischen Mittel - ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Investmentfonds für Ende April 2010 eine positive Einjahres-Performance von 20,75 Prozent aus. Ende März lag das Plus noch bei 26,13 Prozent, nach 22,68 Prozent Ende Februar. Zum Vergleich: 2008 betrug die durchschnittliche Performance minus 20,60 Prozent. 2009 waren es plus 19,25 Prozent

Ganz oben auf der Performance-Liste stehen wie schon in den Vormonaten Aktienfonds mit einem Schwerpunkt auf Russland bzw. Osteuropa. Die beste Jahresperformance von 131,51 Prozent erzielte der "Raiffeisen-Russland-Aktien". Auf Platz zwei folgt wie schon im Vormonat der "PIA - Russia Stock" der Bank Austria-Fondsgesellschaft Pioneer mit einem Plus von 109,80 Prozent. Platz drei belegt der "Meinl Eastern Europe" (plus 100,29 Prozent). Auch auf den weiteren Spitzenplätzen finden sich viele Russland- und Osteuropa-Fonds.

Die schwächste Einjahres-Performance errechnet die VÖIG per Ende April für den "Leader-Fund Total Return Strategy" (minus 13,83 Prozent) der Security KAAG, gefolgt vom "Real Invest Europe" (minus 12,74 Prozent) der Real Invest Austria und vom "Salus Alpha Real Estate" (minus 10,47 Prozent) der Sparinvest.

Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegt wie in den Vormonaten der "Real Invest Austria" der gleichnamigen Fondsgesellschaft mit einem Wert von 2,27 auf dem besten Platz. Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen der "BAWAG PSK Mündel Rent Kurz" (1,60) und der "Allianz PIMCO Mortgage" (1,48). Die schwächsten Sharpe-Werte errechnet die VÖIG für den "Meinl Exclusive World Bonds&Properties" (minus 2,03) und den "Immobilien Exklusivfonds" (minus 1,61) der Kepler-Fonds KAG.

Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert.(APA)

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