Semperit: Analysten sehen Gewinnzuwächse

10. Mai 2010, 16:43
posten

Wien - Der börsenotierte Hersteller von Kunststoff- und Kautschukprodukten, die Semperit AG Holding, wird am Dienstag seine Ergebnisse für das erste Quartal 2010 bekanntgeben. Heimische Analysten rechnen dabei mit einem Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich bei deutlichen Zuwächsen der Ergebniskennzahlen.

In der APA-Konsensschätzung prognostizieren die Experten von UniCredit, Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) für den Zeitraum Jänner bis März des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzzuwachs von 7,8 Prozent auf 158,3 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Wert auf 146,9 Mio. Euro.

Die Steigerungen der Gewinnkennzahlen sollten im zweistelligen Prozentbereich ausfallen. Der Nettogewinn dürfte gar um mehr als ein Drittel auf 10,6 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum zulegen. Der operative Gewinn (EBIT) dürfte sich im ersten Quartal um 24 Prozent auf 17,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro) erhöht haben.

Der Gewinn nach Steuern (EBT) sollte mit 19,6 Mio. Euro erneut besser ausfallen als das EBIT, in welchem auch die Zinsaufwendungen und -erträge noch enthalten sind. Dies führe sich auf den Umstand zurück, dass die Semperit Holding AG aufgrund ihrer Finanzsituation keine Zinszahlungen zu leisten habe, sondern Zinserträge verbuchen könne.

Laut Erste-Group-Analyst Christoph Schultes sollte Semperit mit dem ersten Quartal "an die schönen Ergebnisse der letzten Quartale anschließen können". Der Umsatz sei aufgrund "zweierlei Faktoren ziemlich sicher gestiegen". Zum einen dürften sich die höheren Gummipreise im Umsatz niedergeschlagen haben, zum anderen die höhere Kapazitätsauslastung in den zyklischen Bereichen, allen voran in der Geschäftseinheit Semperflex. Die Experten der UniCredit erwarten zudem weiter gestiegene Umsätze im nicht-zyklischen Geschäftsfeld Sempermed.

Während aber höhere Gummipreise keinen Gewinneffekt hinterlassen haben dürften, "sollte die höhere Kapazitätsauslastung einiges bewirken", wie der Analyst der Erste Group weiter ausführte. Die RCB sieht dagegen die Auswirkungen der höheren Gummipreise als die "große Unbekannte" für die morgige Bekanntgabe der Quartalszahlen. Die Analysten der UniCredit rechnen aufgrund der höheren Gummipreise mit einem leichten Druck auf die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge). (APA)

 

Share if you care.