Israelis und Palästinenser streiten wieder über Siedlungsbau

10. Mai 2010, 14:42

"Peace now": Siedlungsbau in Ostjerusalem geht weiter - Israelischer Regierungssprecher: Allgemeiner Baustopp undenkbar

Ramallah/Jerusalem - Bereits einen Tag nach der Aufnahme indirekter Nahost-Gespräche ("proximity talks") unter Vermittlung der USA streiten Israelis und Palästinenser schon wieder über den israelischen Siedlungsbau in Ost-Jerusalem. Yasser Abed Rabbo, Führungsmitglieder der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), sagte dem palästinensischen Rundfunk am Montag, israelische Baumaßnahmen im Viertel Ras al-Amud seien der erste Verstoß gegen Vereinbarungen über die Kontaktaufnahme.

Die israelische Friedensorganisation Shalom Ahshav (Peace now - Frieden jetzt) hat einen Bericht veröffentlicht, wonach israelische Siedler in dem arabischen Viertel Ras al-Amud im Ostteil Jerusalems 14 neue Wohnungen in einem ehemaligen Polizeigebäude bauen. "Wir werden uns sofort für einen Baustopp einsetzen, weil wir nicht akzeptieren können, dass Verhandlungen als Deckmäntelchen für Siedlungsaktivitäten dienen", sagte Abed Rabbo. Man habe sich bereits bei den USA beschwert.

Der US-Nahost-Sondergesandte George Mitchell fungiert als Vermittler in den indirekten Gesprächen. Direkte Gespräche lehnen die Palästinenser ab, solange Israel einen Siedlungsstopp in den besetzten Gebieten verweigert. Israel hatte Ostjerusalem im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert und später ohne völkerrechtliche Wirksamkeit annektiert. "Die Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal", hatte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon betont. Die Israelis betrachten ganz Jerusalem als ihre "ewige und unteilbare" Hauptstadt, die Palästinenser beanspruchen den Ostteil als ihre Hauptstadt.

Die den Gazastreifen kontrollierende radikale Hamas hatte die Zustimmung des PLO-Exekutivkomitees zu den indirekten Gesprächen am Sonntag als "Stich in den Rücken unseres Volkes" kritisiert. Die Gespräche würden nur als Deckmantel für die Fortsetzung des Siedlungsbaus dienen. Die Hamas steht außerhalb der PLO, die von der internationalen Gemeinschaft als legitime Vertretung des palästinensischen Volkes anerkannt wird. Die von der Fatah von Präsident Abbas gelenkte PLO ist völkerrechtlich der Vertragspartner Israels. Auch der israelische Vizepremier Dan Meridor hatte gegenüber der "Jerusalem Post" die Überzeugung ausgedrückt, dass die indirekten Gespräche "zu nichts führen werden". Sie seien gescheitert, noch ehe sie begonnen hätten, weil jede Konfliktpartei bestrebt sei, "die Amerikaner auf ihre Seite zu ziehen".

Ein ranghoher israelischer Regierungsbeamter sagte am Montag, bei den Bauherren in Ras al-Amud handle es sich um private Investoren. "Wenn Juden in Nachbarschaften in Jerusalem bauen wollen, ist es nicht Aufgabe der Regierung, dies zu verhindern", sagte er. "Wir sagen auch den Arabern nicht, dass sie nicht in jüdischen Vierteln kaufen und bauen dürfen."

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Philip Crowley, teilte am Sonntag in Washington mit, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe zugesichert, dass es in der umstrittenen jüdischen Siedlung Ramat Shlomo im Nordosten Jerusalems in den kommenden zwei Jahren keine Bautätigkeit geben werde. Der israelische Regierungssprecher Mark Regev sagte am Montag, Israel habe bereits im März erklärt, in Ramat Shlomo werde es auf Jahre nicht zu Bauaktivitäten kommen. Ein allgemeiner Baustopp in Ostjerusalem komme jedoch nicht in Frage. "Auf keinen Fall", sagte Regev. "Wir werden entsprechende Forderungen der Palästinenser nicht akzeptieren." (APA/dpa/AFP)

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kolodbalevav
62
12.5.2010, 16:19

Massenflucht im Tschad mit allen dazugehörigen Gräueln: 12 Postings

Israel baut 14 (in Worten: vierzehn) Wohnungen in 1 (in Worten: einem) Haus in Ostjerusalem: 144 Postings

Wirklich beeindruckend, dieses Interesse.

Tower Hill
12
13.5.2010, 08:12
Was möglicherweise daran liegt,

daß J´lem näher ist als Khartum. Und daran, daß Isr. n de EU möchte, bzw. einige EU-Politiker dies gerne hätten.

mfg

kolodbalevav
20
13.5.2010, 16:48

Ah. Jetzt verstehe ich, warum sich alle so für Israel interessieren.

Ich bin sicher, Sie können mir jetzt genau so schlüssig erklären, was das Ganze mit dem Sudan zu tun haben soll.

Tower Hill
00
14.5.2010, 08:33
Ups, mein Fehler!

Hatte beim posten gleichzeitig einen Artikel über die Fa. Lahmeyer in Bearbeitung, deshalb der Kurzschluss auf Sudan.

Bin wohl doch nicht so multitaskingfähig wie ich immer denke;-)

Tower Hill
00
14.5.2010, 07:37
Das müssen Sie mir erklären.

Sie tragen den Sudan in ein Nahost-Forum.

kolodbalevav
00
14.5.2010, 08:15

War es nicht der Tschad?

gladio
11
12.5.2010, 18:04

Habe ich es nur übersehen oder haben Sie auch nichts im besagtem Thread gepostet?

kolodbalevav
10
13.5.2010, 16:49

Offenbar war es nichtssagend genug, um Ihr Interesse zu wecken.

normanne
 
61
12.5.2010, 16:49
Haben Sie noch nicht verstanden,

dass Juden immer Unrecht haben und das auch wenn Sie Recht haben. Mit den Muslims aber sollten Sie jegliche Diskriminierung vermeiden, auch wenn sie zwei Türme mitten in New York in die Luft sprengen. Die Armen leiden so sehr, wissen Sie? Es wäre schon unmenschlich das nicht nachvollziehen zu wollen.

JogaBonito69
35
12.5.2010, 00:02
So Absurd es auch klingen mag:

Gebt den Palästinensern die Atombombe. Beschleunigt sicher die Friedensverhandlungen wenn beide Seiten eine haben.

Mr_Murphy
10
12.5.2010, 14:47

Nach der Logik: Wenn beide Seiten tot sind, gibts keinen Krieg mehr oder wie?

gladio
11
12.5.2010, 16:06

Nach Ihrer Logik hätten wir dann den kalten Krieg nicht überlebt.

Mr_Murphy
10
13.5.2010, 15:10

Im kalten Krieg war keine der Parteien eine terroristische Fraktion.

Jonathan Goutkin
25
11.5.2010, 18:22
Wie schon vor Wochen gesagt:

Mitchell verpestet mit seinen Flügen in die und innerhalb der Region Nahost nur unnütz die Luft. So lange sein Chef im Oval Office nicht Farbe bekennt und bereit ist, spürbar Druck auf Israel auszuüben. so lange wird Netanjahu lachend ein neues Siedlungsprjoekt nach dem andern ankündigen.

normanne
 
00
12.5.2010, 14:32
Netanjahu

darf es auch tun. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum sich Amis in fremde Angelegenheiten einmischen sollten. Jedesmal, dass sie es getan haben, ist es noch viel schlimmer geworden.

Tower Hill
02
12.5.2010, 15:25
"...Ich sehe überhaupt nicht ein, warum sich Amis in fremde Angelegenheiten einmischen sollten..."

Gut, dann sollten sie aber auch jegliche Militär- und andere Hilfen für Isr. einstellen. Auch das ist eine Einmischung.

normanne
 
00
12.5.2010, 16:44
Das nenne ich

einem Gleicgesinnten Hilfe leisten, ohne seine eigenen wirtschaftlichen Interessen aus den Augen zu verlieren. Das heisst auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Tower Hill
10
13.5.2010, 07:41
Na, da können´s ja auch nichts dagegen haben,

wenn der Iran Waffen und Geld an Hamas und Hisbollah liefert.

normanne
 
00
13.5.2010, 15:37
Nichts dagegen habe ich.

Dadurch werden wir unsere Politik noch leichter rechtfertigen können. Nach dem Motto "Schauen'S, sie haben und verkaufen Waffen, wir können nichts Anderes als zurückschlagen...". Sie sind wohl nicht sehr schlau oder Ihre Naivität ist nur vorgegaukelt?

Tower Hill
10
14.5.2010, 07:36
Nun, Ihre "Politik" heisst Krieg, Eroberung, Unterdrückung.

Sie erfreuen sich an abgeschossenen Raketen, an der Hamas und Hisbollah, um für Ihre "Politik" argumentieren zu können. Daß Ihre "Politik" Folgen für Menschen hat, ist Ihnen völlig gleichgültig. Man kann nur hoffen, daß der kleine Sektierer in Teheran nicht Anhänger Ihrer "Politik" ist, wenn er erst einmal sein Spielzeug hat.

Makronaut
51
12.5.2010, 00:03

2ter versuch:

...vielleicht sollte er auch mal "farbe bekennen" und die pal an den verhandlungstisch zwingen.

denn wenn die nicht wollen, kann isr auch nichts machen.

entity13
14
12.5.2010, 09:19

Reicht's nicht einmal?

Makronaut
20
12.5.2010, 14:45

nachdem das erste posting vor 00:00 nicht erschienen ist, hatte ich guten grund zur annahme, es wäre mal wieder willkürlich gelöscht worden.

man beachte die timestamps.

Makronaut
51
11.5.2010, 21:34

...vielleicht sollte er auch mal "farbe bekennen" und die pal an den verhandlungstisch zwingen.

wenn die nicht wollen, kann isr auch nichts machen.

borake
12
11.5.2010, 13:11
die artikel zum nahostkonflikt sind seit mehrern jahren meist austauschbar...

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