Schulden stiegen auf 11,3 Milliarden

10. Mai 2010 10:05
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    So idyllisch wie auf dieser Autobahn schaut es in den Kassen der heimischen staatlichen Autobahnfinanzierungsgesellschaft nicht aus.

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Die Asfinag hat die Wirtschaftskrise 2009 erwartungsgemäß hart zu spüren bekommen, die Lkw-Mauterlöse schrumpften um 13 Prozent

Wien - Die Asfinag hat die Wirtschaftskrise 2009 erwartungsgemäß hart zu spüren bekommen. Die staatliche Autobahnfinanzierungsgesellschaft verzeichnete bei den Lkw-Mauterlösen ein Minus von 13 Prozent, was den Schuldenstand im Vorjahr auf 11,3 Mrd. Euro anwachsen ließ. 2008 lag dieser bei 10,9 Mrd. Euro, Ende 2010 wird er voraussichtlich 12,3 Mrd. Euro betragen.

Die Asfinag habe das Jahr 2009 mit einem Gewinn von 290 Mio. Euro abgeschlossen. Für 2010 werde ein positives Ergebnis erwartet, teilte die Asfinag am Montag in einer Aussendung mit. Insgesamt gaben die Mauterlöse (Vignette, Lkw-Maut und Sondermauten) im Vorjahr um neun Prozent nach, wobei die leicht steigenden Pkw-Einnahmen den Einbruch im Güterverkehr nicht wettmachen konnten.

Der Jahresüberschuss des Autobahnfinanzierers sank um 12 Prozent auf 290 Mio. Euro, die Netto-Neuverschuldung stieg um 68 Prozent auf 399 Mio. Euro. Allerdings sind hier auch die 186 Mio. Euro Schulden für das PPP-Projekt ("PublicPrivatePartnership") Nordautobahn A5 (Wien-Mistelbach) eingerechnet. An Körperschaftssteuer flossen von dem Staatsbetrieb rund 100 Mio. Euro in den Bundeshaushalt.

Die Asfinag, die aus dem Staatshaushalt ausgelagert ist, betonte, dass das Autobahnen- und Schnellstraßennetz ausschließlich über die Kunden finanziert werde und sie keine Erlöse aus Zuschüssen erziele. Im Jahr 2010 werde der Jahresüberschuss bei rund 203 Mio. Euro liegen,

Die Wirtschaftskrise und der darauf resultierende geringere Warenumlauf war auch an den Autobahn-Raststätten deutlich spürbar. "Alle Umsätze sind, auf 100 Kilometer Fahrleistung gerechnet, von 2008 auf 2009 gefallen. Jeder Autolenker hat 2008 noch 3,7 Euro zum Gesamtumsatz beigetragen, 2009 waren es nur mehr 2,8 Euro (je 100 km Autobahn-Umsatz, Anm. d. Red.)", rechnete Asfinag-Boss Klaus Schierhackl vor.

550 Millionen für Neubauten

2009 investierte die Asfinag 550 Mio. Euro in Neubauten, inklusive der 186 Mio. Euro für die Nordautobahn von der Bundeshauptstadt Richtung Tschechien. "Der von der Asfinag direkt für den Neubau versendete Betrag belief sich auf 409 Mio. Euro, das waren 32 Mio. Euro weniger als im Jahr 2008", so die "Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft".

Die Ausgliederung der Asfinag aus dem Budget wurde 1997 von der damaligen SPÖ/ÖVP-Regierung beschlossen. Im Jahr 2000 hieß es im Regierungsprogramm der ÖVP/FPÖ-Koalition: Die bis 2003 auf 8,4 Mrd. Euro ansteigenden Asfinag-Verpflichtungen dürften zu keinen Budgetbelastungen führen. Daher solle es durch die Einführung der Lkw-Maut (rund 2 S pro Kilometer für Schwer-Lkw) ab 1. Jänner 2002 und eine Erhöhung des Preises für die Jahresvignette auf 1.000 (bisher 550) S möglich werden, den Lückenschluss im hochrangigen Straßennetz zu finanzieren.

Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) hatte zuletzt im März 2010 erklärt, dass man angesichts der angespannten Budgetlage "alle Projekte neu überdenken" müsse. Welche Vorhaben schließlich finanzierbar sind - und in welcher Dimension - und wo es Kürzungen geben soll, könne noch nicht seriös gesagt werden, hieß es nach dem Ministerrat Mitte März. Die konkreten Pläne zu den Haushaltskürzungen will die Regierung im Herbst bekanntgeben.

Verkehr legte bisher um fünf Prozent zu

Die Wirtschaftskrise und der damit verbundene Einbruch beim Güterverkehr schwächt sich ab. In den ersten vier Monaten 2010 verzeichnete die Asfinag ein Plus beim Verkehrsaufkommen von 5,1 Prozent gegenüber Jahresanfang 2008. Aktuell betrage das Plus gar acht Prozent, so Asfinag-Chef Klaus Schierhackl. Eine Prognose für den Gesamtjahresverlauf abzugeben, sei aber Kaffeesud-Leserei, betonte er bei der Jahrespressekonferenz am Montag.

Daher lasse sich auch erst im Herbst sagen, welche Bauprojekte priorisiert werden und welche sich verzögern. Derzeit werde gerade gemeinsam mit den ÖBB und dem Verkehrsministerium der Bedarf erhoben. Wichtig sei, die Ertragslage stabil zu halten, daher dürfe nur das gebaut werden, wofür es auch Bedarf gibt, hielt Schierhackl fest. Heuer gibt es ca 180 Baustellen, 93 Prozent des hochrangigen Straßennetzes sind damit baustellenfrei.

Kritik

Kritik am Bauprogramm kam vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Der Asfinag-Schuldenberg belaste ohnehin schon jeden Staatsbürger mit 1.480 Euro pro Kopf. Dennoch seien weitere 400 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen geplant - obwohl Österreich bereits heute eines der dichtesten Autobahnnetze Europas habe. Der VCÖ fordert einen Stopp für die geplanten Projekte.

Im Vorjahr betrug die Nettoneuverschuldung der Asfinag 399 Mio. Euro, wobei 595 Mio. Euro in den Neubau und 346 Mio. Euro in die Sanierung investiert wurden. Die Asfinag wird heuer eine Neuverschuldung von 970 Mio. Euro verzeichnen, der Finanzierungsbedarf beträgt 2010 rund 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro, erklärte Schierhackl.

2009 wurden Umsatzerlöse von 2,036 Mrd. Euro erwirtschaftet, nach 2,011 Mrd. Euro im Jahr 2008. Das Betriebsergebnis gab 2009 von 932 Mio. auf 778 Mio. Euro nach, das Vorsteuerergebnis (EBT) verringerte sich von 442 auf 385 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen blieben mit 152 Mio. Euro nahezu konstant. Die Materialaufwendungen kletterten von 756 auf 941 Mio. Euro, geht aus der Jahresbilanz hervor. Die Asfinag beschäftigt 2.676 Mitarbeiter, 2008 waren es 2.644 Beschäftigte.

Die wichtigste Kundschaft der Asfinag sind nach den Österreichern die Ungarn. Knapp neun Prozent aller Mauttransaktionen entfallen auf den östlichen Nachbarn. Auf Platz drei knapp dahinter liegt Deutschland.

Obwohl das Verkehrsaufkommen krisenbedingt 2009 nachgelassen hat, stiegen die Strafgeldeinnahmen der Asfinag um 16 Prozent auf 63 Mio. Euro. Gemäß der Straßenverkehrsordnung erhält der Straßenerhalter 80 Prozent der Strafgeldeinnahmen, so die Asfinag. Auffallend sind hier deutliche regionale Unterschiede. So sind sie in Tirol und Vorarlberg entgegen den Trend gesunken, während sich die Bußgeldeinnahmen im Burgenland verdoppelten. (APA)

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Weltfremd ?
27.06.2010 15:23
Ein Bundeszuschuss

ist keinesfalls akzeptabel.

johannes mayer1
24.05.2010 07:59
Die ASFINAG gehört in den Konkurs geschickt!!!

Als Verantwortliche sollen die einzelnen Landespolitiker dann vor dem Konkursrichter geradestehen. Unter der Spezie der Landespolitiker scheint sich eine besonders grosse Anzahl an inkontinenten Nichtökonomen zu befinden!!! Ein Idiotenhaufen der Sonderklasse!! Manche Landespolitiker können offensichtlich nicht einmal einen Taschenrechner bedienen, weil dann müssten sie wissen, dass sie der ASFINAG keine neuen Projekte mehr umhängen können!!!!!

Minimonk
15.05.2010 19:45
maaaacht nichts:

ganz einfache lösung: autobahngesellschaftsrettungspaket.

DirtyHarry
11.05.2010 17:23


Die Mineralösteuer wird für das "normale" Budget verwendet - und die Schulden bleiben bei der Asfinag.

Ab Null Euro
12.05.2010 09:15

Ja, die MÖSt fliegt als Eurofighter durch die Luft oder wird als Pension an Beamtenfrühpensionisten ausgezahlt.

Und die in Planung befindliche Ökosteuer wird nach Griechenland überwiesen.

Echt super, diese Parteien.

Sophist1
11.05.2010 08:42
Die Asfinag ist ein Teil der Manipulation des österreichischen...

...Maastricht-Kriteriums. Staatsschulden wurden quasi privatisiert, um das Maastricht-Kriterium zu drücken. Griechenland läßt grüßen.

aylano
11.05.2010 17:22
Nö falsch.

Die Asfinag dient damit die Looser-Politiker ihre Autobahnen für ihre Freunde bauen können.

Die Asfinag hat
150 Mio. Euro Betriebskosten
350 Mio. Euro Erhaltung (für 1/20 des Netzes)
Kosten.

Sie könnten locker pro Jahr 850-100 Mio. Euro an Schulden & Zinsen pro Jahr zurückzahlen, bis sie mal Schuldenfrei sind.

Aber nein, es werden fleißig sinnlose Projekte für Politiker gemacht.

Sophist1
11.05.2010 19:25
Es ist ermüdend, immer den gleichen Sermon ....

...hören zu müssen. Und eine Bitte: schreiben Se Loser, dannn liegen Sie zumindest beim Rechtschreiben richtig.

Herr Plumm
10.05.2010 21:55

bei all dem schnickschnack der da zb bei linz (ansfelden) über der straße hängt...kein wunder

GevatterTod
10.05.2010 21:45
da gibts Laermschutzwaende

die sind zwischen Autobahn und Bahntrasse gebaut -
wahrscheinlich damit die Autofahrer nicht von den Zuegen erschreckt werden!

Seria
10.05.2010 18:51

und immer tiefer hinein in die Schulden von 8,4 in 2003 auf 12,3 MRD EU !!! Ende 2010.
Aber Griechenland macht es voe wie man verantwortungslos wirtschaften kann.
jeder der neben der Autobahn sein Haus baut kriegt nach einiger Zeit seine Schalschutzmauer. Anstatt umweltfreundlich mit Geschwindigkeitsbeschränkungen zu arbeiten wird für viel Geld zugemauert.
Aber wie kämen denn sonst die Spezis zu ihrem Schnitt? Man muß scjon Geld ausgeben damit die Baumafia auf ihre Anteile kommt

Sophist1
11.05.2010 08:48
Irrtum.

Die sog. Zuglaufgeschwindigkeit ist ein wichtiges Argument für die Akzeptanz der Bahn. Ausserdem ist die Bahn verpflichtet, wenn Sie schon den Lärm erhöht, den Anrainern Abhilfe zu leisten. Das hat mit der Bahnmafia überhaupt nichts zu tun.

EN ISO 9000
 
10.05.2010 22:52
Zuerst informieren, dann posten

Das stimmt doch nicht. Lesen Sie die Dienstanweisung – Lärmschutz an Bundesstraßen und die RVS. Die Baubewilligung muss vor der Errichtung der Straße oder vor 1996 bestanden haben. Nach den Raumordnungsgesetzen diverser Länder dürfen neben Autobahnen keine Wohngebiete gewidmet werden.

http://www.bmvit.gv.at/verkehr/s... index.html

http://www.umweltbundesamt.at/umweltsch... n_strasse/

An Geschwindigkeitsbeschränkungen hält sich keiner und eine neue Autobahn auf der nur 80 km/h gefahren werden darf, ist ein Widerspruch in sich.

Umweltfreundlicher und billiger wäre, keine neuen Autobahnen zu bauen.

Nordwandgesicht
10.05.2010 20:12
die asfinag bilanziert im gegensatz zum staat kaufmännisch,

wenn wegen Investitionen das Fremdkapital steigt und der Betrieb Gewinne schreibt, geht das i.o. Vernünftige Investitionen begünstigen das allgemeine Wirtschaftsleben und sichern auch dein Einkommen mit. Eine genauere Bilanzanalyse wäre interessant, der Zugang ist wahrscheinlich nicht ganz leicht, außerdem sollte man mehrere Jahre beobachten. Das Gleiche würde ich mir bei den Bundes-, landes- und Bezirksstraßen sowie bei der ÖBB wünschen, dort unter Berücksichtigung der außerordentlichen Haftpflicht - Risiken und Pensionen. Das Einnahmen und Ausgaben Wischiwaschi der Öffentlichen Hand ist mir ein Gräuel, noch dazu haben die kaum Controlling. Soviel zur Beurteilun der Schuldenhöhe.

Sophist1
11.05.2010 08:54
Sie behaupten richtig, dass die Verschuldung auch Vermögen schafft.

Doch wenn die Zinsen einen so hohen Anteil am Unternehmensbudget bereits ausmachen, dann kille ich meine zukünftigen Investitionsmöglickeiten und verspiele jeden unternehmerischen Spielraum. Die Asfinag war ein mieser Trick zur rechnerischen Entschuldung des Staates.

rorschach
10.05.2010 17:26
bezeichnend

"daher dürfe nur das gebaut werden, wofür es auch Bedarf gibt, hielt Schierhackl fest" und da kommens erst jetzt drauf? Was haben die bitte vorher gemacht? Sachen gebaut wo es keinen "Bedarf" gibt?

EN ISO 9000
 
10.05.2010 23:11

Es wurden Autobahnen geplant und gebaut, wo sich die Landeshauptleute die Kosten für Umfahrungen und Landesstraßen ersparen wollten.

Ran Dom
10.05.2010 21:43
es wurde dort gebaut

wo die Landeshauptleute es wünschten.

fredi1990
10.05.2010 16:58

vielleicht nur dort lärmschutzwände wo sie auch wirklich gebraucht werden!

auf der westautobahn werden die kühe auf der grünen wiese geschütz.
auf der südautobahn bei velden wird einen lärmschutzwand am mittelstreifen gebaut?

in ganz deutschland gibt es auf autobahnen nicht so viele lärmschutzwände wie im kleinen österreich! warum?

Susanne_B
10.05.2010 17:13

weil in Ö jeder Landeshauptmann "seinen Bürgern" ein Krankenhaus schenkt, egal ob man es braucht oder nicht. Da müssen die Bürgermeister nachziehen und sich für Lärmschutzwände einsetzen, egal ob die sinnvoll sind oder nicht.
die Liebsten sind mir die, die neben die Autobahn ziehen, weil der Grund billig ist, und sich dann über den Lärm beschweren.

EN ISO 9000
 
10.05.2010 23:12

Ewig diese Schauergeschichten von den unnötigen Lärmschutzwänden. Wo gibt es unnötige Lärmschutzwände? Ortsangabe, Autobahnkilometer? In Ö. gibt es Lärmgrenzwerte und eine Dienstanweisung Lärmschutz an Bundesstraßen.
http://www.bmvit.gv.at/verkehr/s... index.html

Kein Mensch der neben eine Autobahn zieht, bekommt Lärmschutzmaßnahmen. Und Lärmschutzwände an bestehenden Autobahnen, bei denen der Verkehr in den letzten Jahren massiv zugenommen hat, sind immer sinnvoll, da Lärm bekanntlich (auch Kinder) krank macht.

ego n
20.05.2010 19:07

habe sie überhaupt ein auto mit autobahnpickerl?

Susanne_B
11.05.2010 07:43

Fahren Sie mal auf der Donauuferautobahn. Da gibt es kilometerweit Lärmschutzwände, obwohl keine Anrainer in der Nähe wohnen.

already
10.05.2010 16:23
Eine Kleinigkeit gegen das Griechenland Geschenk!

Dante Alighieri
10.05.2010 15:19

Einfach einen 2000-Euro-Vignettenzuschlag einheben, dann passts ;-)

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