FPÖ analysiert Präsidentschaftswahl

10. Mai 2010, 09:36
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Bundesparteivorstand berät auch Strategien für Wien-Wahl: "Team für Wien" soll 20 Prozent der Stimmen sichern

Wien - Die FPÖ leckt nach der Enttäuschung bei der Bundespräsidentschaftswahl ihre Wunden. Bei einem Bundesparteivorstand am Montag soll das unter den Erwartungen gebliebene Ergebnis für die freiheitliche Kandidatin Barbara Rosenkranz einer Analyse unterzogen werden, gleichzeitig will man die Strategie für die Wien-Wahl festmachen. Der nationale Flügel in der FPÖ soll Begehrlichkeiten zurückstecken, stattdessen will FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache junge, loyale Gesichter besser präsentieren.

15,2 Prozent der Wählerstimmen konnte Rosenkranz bei der Bundespräsidentschaftswahl am 25. April einfahren, Strache hatte ihr im Vorfeld schon 35 Prozent zugetraut. Nach der Wahl kündigte der FPÖ-Chef eine Verbreiterung der Parteispitze an, er will sein Team "besser gestalten und besser sichtbar machen". "Glorreiche sieben Persönlichkeiten" könnten in Zukunft neben Strache die Partei besser nach außen präsentieren. In der Tageszeitung "Österreich" nannte Strache neben den beiden Generalsekretären Harald Vilimsky und Herbert Kickl Harald Stefan, Norbert Hofer, Barbara Kappl, Manfred Haimbuchner und FPK-Chef Uwe Scheuch. Auch der Nationalratsklub wurde Anfang der Woche offiziell über die personelle Strategie informiert, wie ein Abgeordneter berichtete.

"Team für Wien"

Wichtiger als die Wahl zum Bundespräsidenten ist Strache aber jene des Wiener Landtags und des Bürgermeisters. Ein "Team für Wien" soll in der Bundeshauptstadt ein Ergebnis von mindestens 20 Prozent erkämpfen, lautet die offizielle Vorgabe. Parteiinsider sehen den Bildungssprecher der FPÖ-Wien, Johann Gudenus, an vorderster Front, weiters den kommunalen Gesundheitssprecher David Lasar, der sich auch aktiv in der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) engagiert. Vilimsky, den manche FPÖ-Funktionäre einiges in Wien zutrauen, will derzeit nicht wechseln: "Ich gehe nicht davon aus, dass ich kandidiere", sagte er zur APA.

Thema beim FPÖ-Vorstand wird wohl auch die Aufräumaktion Straches in der Tiroler Partei sowie die dort geplante Neugründung des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ) sein. (APA)

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    15,2 Prozent der Wählerstimmen konnte Rosenkranz bei der Bundespräsidentschaftswahl am 25. April einfahren, Strache hatte ihr im Vorfeld schon 35 Prozent zugetraut.

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