Douglas gibt Geschäft in einigen Ländern auf

9. Mai 2010, 18:57
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Frankfurt - Der Handelskonzern Douglas gibt sein Geschäft in mehreren Auslandsmärkten auf. "Wir machen insgesamt 50 Geschäfte zu und ziehen uns aus einigen Ländern wie Dänemark zurück", sagte Vorstandschef Henning Kreke der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Das Geschäft in Spanien werde dagegen trotz Rückschlägen in der Wirtschaftskrise fortgeführt. "Spanien ist nach wie vor ein interessanter Markt für uns", sagte Kreke. Der Konzernchef, der bereits im Januar eine Überprüfung mehrerer Auslandstöchter angekündigt hatte, verwies in dem Interview erneut auf die Schwierigkeiten des Unternehmens in Portugal, Ungarn und im Baltikum. In den USA, wo Douglas Ende März sieben Filialen unterhielt, sei das Unternehmen "nie richtig vorangekommen".

Der im Nebenwerteindex MDax gelistete Konzern ist bisher in 21 Ländern vertreten. "Viele davon, wie Polen, Italien oder die Niederlande, entwickeln sich weiterhin gut", sagte Kreke. "Wir rechnen in den relevanten Märkten auch in diesem Geschäftsjahr mit leichten Zuwächsen." Kreke hatte zuletzt das Ziel bekräftigt, in dem Ende September auslaufenden Geschäftsjahr den Konzernumsatz um bis zu zwei Prozent zu steigern und vor Steuern ein Ergebnis von 120 bis 130 Millionen Euro zu erreichen. Im zweiten Quartal, über das Douglas an diesem Dienstag berichten will, hat das Unternehmen nach Einschätzung von Analysten aber trotz des Ostergeschäfts Verluste geschrieben.

Zu Douglas gehören neben den gleichnamigen Parfümerien auch die Buchhandelskette Thalia, der Schmuckhändler Christ, der Süßwarenanbieter Hussel und das Modehaus Appelrath-Cüpper. Kreke zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Umstrukturierung von Appelrath-Cüpper rasch auszahlt. "AC durchläuft eine schwierige Phase, aber nicht mehr lange", sagte der Vorstandsvorsitzende. "Bald werden wir wieder viel Freude an den Häusern haben." (APA/Reuters)

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