Gewerbe bleibt beim Export robust

8. Mai 2010, 21:01
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Handwerk und Gewerbe haben das Krisenjahr 2009 deutlich besser gemeistert als andere Wirtschaftssektoren

Wien - Mit einem Rückgang der Exporte um zwei Prozent haben Gewerbe und Handwerk das Krisenjahr 2009 deutlich besser gemeistert als andere Wirtschaftssektoren. Der Exportumsatz der österreichischen Wirtschaft insgesamt ist um über 17 Prozent eingebrochen.

Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria führt die robuste Leistung auf die unterschiedliche Kundenstruktur zurück. "Das Gewerbe und Handwerk hat auch im Export vor allem Endverbraucher bzw. Klein- und Mittelbetriebe als Kunden, die nicht so stark von der Krise betroffen waren wie z. B. die Metall- oder Fahrzeugindustrie."

Chemie/Kunststoff an der Spitze

Im Branchenranking führt der Sektor Chemie/Kunststoff mit einer Exportquote von 38 Prozent. Es folgen die Sektoren Metall/Elektro (zwölf Prozent), Holz (zehn), Textil/Bekleidung ( sieben Prozent) und Nahrung-/Genussmittel (vier Prozent). Selbst im Bau- und Baunebengewerbe werden rund drei Prozent des Gesamtumsatzes im Export erwirtschaftet.

Nach Bundesländern liegt die Bandbreite der Exportquote zwischen einem Prozent im Wiener Gewerbe und Handwerk und 16 Prozent in Vorarlberg. Gemessen am Exportvolumen liegt Oberösterreich mit Abstand an der Spitze (Euro 1,8 Milliarden Exportumsatz). Die steirischen Betriebe erzielen Euro 990 Millionen, das niederösterreichische Gewerbe Euro 692 Millionen im Ausland. (rb)

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    Ein Gerber prüft in seiner Gerberei zum Trocknen aufgehängte Tierhäute.

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