Industrie droht international Anschluss zu verlieren

8. Mai 2010, 18:08
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Unternehmen unterschätzten die Schwellenländer als Absatzmärkte

Berlin - Die deutsche Industrie droht einer Studie zufolge international den Anschluss zu verlieren. Grund dafür sei, so zitiert die "Welt am Sonntag" aus der Untersuchung der Beratungsgesellschaft A.T. Kearney, dass deutsche Unternehmen die Schwellenländer als Absatzmärkte unterschätzten. "In etlichen Industrien kommen die am schnellsten wachsenden Unternehmen aus wirtschaftlichen Schwellenländern", sagte Studienautor Jürgen Rothenbücher der Zeitung zufolge. Um auch in Zukunft weltweit führend zu sein, müssten deutsche Unternehmen hier ihre Marktstellung ausbauen.

Vor allem der Mittelstand kann der Erhebung zufolge das Potenzial von Märkten wie China, Indien, Russland oder Brasilien nicht ausnutzen. Derzeit verfüge nur jedes zehnte global agierende deutsche Industrieunternehmen in den Schwellenländern über einen ähnlich hohen Marktanteil wie in seinem Heimatmarkt. Schätzungen zufolge kommen die hundert größten Schwellenland-Konzerne bereits auf einen Umsatz von über 1,5 Billionen Dollar. (APA/apn)

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