Obama sieht erste Erfolge

8. Mai 2010, 13:14

Bedenken von Bürgern laut Umfrage aber noch nicht ausgeräumt

Washington - Die umstrittene Gesundheitsreform in den USA hat nach den Worten von Präsident Barack Obama bereits erste Erfolge gebracht. Zwar würden zahlreiche Regelungen nicht unmittelbar Wirkung zeigen, aber "die Versicherungen werden schon jetzt stärker zur Rechenschaft gezogen", sagte Obama in seiner wöchentlichen Rundfunk- und Internetansprache am Samstag.

So könnten vier Millionen mittelständische Unternehmen schon dieses Jahr von Steuererleichterungen profitieren. Ab September sei es Versicherungsunternehmen zudem gesetzlich verboten, ihren Kunden im Krankheitsfall den Versicherungsschutz zu kündigen.

Bedenken

Das Inkrafttreten der Gesundheitsreform konnte die Bedenken der Mehrheit der Bürger bisher allerdings nicht ausräumen. Einer Meinungsumfrage von Gallup zufolge fürchten sich 61 Prozent der US-Amerikaner vor den Kosten bei schwerer Krankheit oder einem Unfall. 48 Prozent machen sich Sorgen um die Kosten für die Gesundheitsvorsorge ganz allgemein. (APA/apn)

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13 Postings
hin und wieder ein tunichtgut
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wozu sollte der präsident

sich selbst etwas suggerieren wollen?
wenn, dann höchstens den amerikanischen bürgern. die aber verlassen sich ja bekanntlich eher auf die hauptsächlich negatives suggerierenden medien.
und die republikanischen poster hier suggerieren den standard-lesern hauptsächlich, wie bösartig dieser präsident handelt, immerhin ist er ja auf seiten der bevölkerung und nicht unbedingt der "großkopferten", was natürlich in zeiten des kapitalismus ein kapitalverbrechen ist.

Walter KURTZ
 
91

Obama probiert's wohl wieder mal mit Autosuggestion. Tatsächlich hat die Gesundheitsreform seit ihrer Verabschiedung für mehrere böse Überraschungen gesorgt, daß der Eindruck sich verfestigt, daß das wie erwartet kein sehr gutes Gesetz ist.
Aber natürlich muß Obama da versuchen die irgendwie zu verkaufen, die Woche ist ja schon alles andere als optimal gelaufen für ihn.
Deshalb dürfte wohl heute die Nominierung für den SCOTUS rauskommen, damit in den Sonntags-News-Shows über was anderes diskutiert wird als die suboptimalen Reaktionen auf die Ölkatastrophe und den gescheitertetn Terroranschlag.

Gipsnacken
171

So ein eingebildeter Fatzke so ein eingebildeter.

Andreas Prucha
00

Naja, den Versicherungsnehmer zu Schützen ist nur laut Hochglanzbroschüre der Zweck eines Versicherungsunternehmens. Eigentlicher Zweck ist aber Geld zu "verdienen". Dass die Versicherungsunternehmen im Schadenfall dann versuchen sich doch vor Zahlungen zu drücken sollte nicht weiter übrerraschen.

Andronikos .
 
03

"Ab September sei es Versicherungsunternehmen zudem gesetzlich verboten, ihren Kunden im Krankheitsfall den Versicherungsschutz zu kündigen."

Kann mir bitte ein Eingeweihter erklären, was das bedeuten soll?
Der Sinn einer Versicherung, die beim Eintritt eines Versicherungsfalles gekündigt werden kann ist genau welcher...??

ProEvo84
00
14.5.2010, 11:54

Wird ganz gut im Film "Der Regenmacher"
veranschaulicht.

Walter KURTZ
 
50
Das ist verkürzt dargestellt:

Versicherungen wollen und können sich umfangreiche Tests nicht leisten, um den Gesundheitszustand des Vertragspartnerns festzustellen. Das heißt dann, daß dieser verpflichtet ist, seinen Gesundheitszustand wahrheitsgemäß anzugeben. Wenn dann eine Krankheit eintritt, versucht es die Versicherung eben manchmal, sagt "Du hast mich beschwindelt, du warst schon krank, als du den Vertrag abgeschlossen hast" und schmeißt dich raus. Bzw kann das passieren, wenn man seine Versicherung nicht zahlen kann.

Durango
16

Dort dient(e) das Krankenversicherungswesen nur dem Profit der Versicherungen und nicht der Gesundheit der Bevoelkerung....ist so wie bei der Autoversicherung: die koennen dich auch rausschmeissen wenn du zu viele Unfaelle hast oder die Praemien werden astronomisch erhoeht

ulrichsasd
22
kapitalismus eben.

Warentester
17

"Der Sinn einer Versicherung, die beim Eintritt eines Versicherungsfalles gekündigt werden kann ist genau welcher...??"

Das die Versicherung mehr Geld verdient. Eine widerliche Methode, aus Leid und Tod auch noch den letzten Cent zu pressen. Aber k.A. wie so eine Praxis in einen Staat, der von sich behauptet ein Rechtsstaat zu sein, je funktionieren konnte.

Redwraithvienna
00
10.5.2010, 08:13
Wie oben schon beschrieben : beim abschluss einer versicherung gibst du deine diversen krankheiten etc an da die versicherung sich es nicht leisten will / kann bei jedem neuen versicherten alle tests zu machen.

So jetzt bist du krank und im krankenhaus kommen die ärzte drauf das du nicht nur krebs hast sondern zb. auch auf penecillin allergisch bist oder als kind mumps hattest ...

Das hast du entweder nicht gewusst oder nicht angeben weil du es vergessen hast und schon kann die versicherung sagen "ha du hast uns angelogen, wir kündigen den vertrag" Das heisst dann "Recindment"

Das Konzept gibt es bei uns übrigens auch nur halt nicht bei krankenversicherungen da die dich nicht einfach rausschmeissen können. aber wenn du zb. vergisst bei einer feuerversicherung zu erwähnen das du x liter öl im keller lagerst und dir dein haus dann in die luft fliegt, wird die versicherung auch nicht zahlen und kündigen wenn du das nicht angegeben hast.

Walter KURTZ
 
01
10.5.2010, 13:25

Aus US Verbraucherschutz werde ich sowieso nicht schlau. Einzelne kassieren Millionen, weil sie ihre Katze in die Mikrowelle stecken, während etliche von den Konzernen besch***** werden.

Redwraithvienna
00
10.5.2010, 13:36
Das sind zwei sehr unterschiedliche dinge die sie da vergleichen ... das eine ist ein vertrag, in dem genau drin steht was du darfst, nicht darfst etc. Es gibt kein "Ding" das man falsch bedienen kann, oder bei dem der verkäufer eine warnung wie

"zu heiss" mitgeben müsste.

Und die warnung von rescindment steht sicher im vertrag drinnen. Würde die nicht drinnen stehen dann wären die versicherer schon ohne rücksicht geklagt worden.

Beim anderen geht es darum das dir etwas verkauft wird bei dem der gesetzgeber annimmt das du damit alles machen kannst ausser dem das explizit verboten ist oder bei dem du auf vorhandenen gefahren rücksicht nehmen musst. Ansonsten ist der verkäufer schuld wenn er dich nicht warnt.

Und die punitive damages halte ich für ein sehr passendes mittel um firmen zu mehr sicherheit zu garantieren. Das wirkt manchmal lächerlich, wirkt aber wesentlich besser als die 50.000 € strafzahlungen die grosse firmen bei uns leisten müssen wenn ein produkt unsicher ist

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