Deutscher iPad-Rivale will stärkere Abgrenzung am internationalen Markt - Beobachter vermuten Markenstreit
Das deutsche Unternehmen Neofonie ist mit seinem iPad-Konkurrenten WePad scheints vom Pech verfolgt. Zuerst verpatzte man die Präsentation mit einem unfertigen Gerät und nun musste das Unternehmen auch noch den Namen in WeTab abändern. Sämtliche Websites mit dem alten Namen führen nun ins Leere, auf Amazon wird das Produkt bereits mit neuem Namen gelistet. Der Name des Unternehmen wurde ebenfalls geändert in WeTab GmbH. Grund sei eine bessere internationale Abgrenzung.
Ausstattung bleibt gleich
"Das Tablet bleibt das
Gleiche, nur der Name ändert sich", teilt das Berliner
Unternehmen auf Facebook mit. In der Branche vermutet man, dass ein Markenstreit dahinter stehen könnte. Die Sueddeutsche spekuliert, dass das WePad dem iPad zu ähnlich klinge - We ist im Englischen immerhin der Plural von I - und Apple dahinter stehe. Bestätigt wurde bislang nicht, dass Apple dahinter steht. Weder der WeTab-Hersteller noch Apple haben sich bisher zu diesen Spekulationen geäußert.
Vorbestellung
Das WeTab kann bisher nur vorbestellt werden, wann es ausgeliefert
ist, ist noch offen. Das Unternehmen betont, dass sämtliche
Rahmenbedingungen der Vorbestellung bestehen bleiben. Auf der
Facebook-Seite des WeTabs hat die Nachricht unter den Nutzern nicht sehr
überraschend für einige Aufregung gesorgt. Unternehmens-Chef Helmut
Hoffer von Ankershoffen versucht zu beruhigen: "Wir haben damit
gerechnet, dass die Umbenennung für einige Aufregung sorgen wird, die
Entscheidung ist uns sicherlich nicht leicht gefallen. Tatsächlich
grenzen wir uns mit dem Namen WeTab besser im internationalen Wettbewerb
der Tablet PCs ab." Ob das Namens-Chaos den Verkaufszahlen zuträglich ist, bleibt abzuwarten. Für einige Nutzer hat der Hersteller durch die Pannen seine Glaubwürdigkeit verloren. (br/derStandard.at, 8. Mai 2010)