Nobelpreisträger Arias übergab sein Amt - Ex-Justizministerin will gegen organisierte Kriminalität kämpfen
San José - Als erste Frau in der Geschichte Costa Ricas
hat Laura Chinchilla am Samstag ihr Amt als Präsidentin des
zentralamerikanischen Landes angetreten. Die 51-jährige Politikerin
der regierenden Nationalen Befreiungspartei (PLN) übernahm das Amt
von ihrem Parteifreund Oscar Arias. Vor tausenden Landsleuten und
Amtsträgern zahlreicher Länder schwor sie den Eid auf die Verfassung
ihres Landes. Anschließend erhielt sie die Präsidentenschärpe.
Die frühere Vizepräsidentin und Ex-Justizministerin Chinchilla
hatte sich im Februar in der ersten Wahlrunde gegen acht Rivalen
durchgesetzt. Als eine der größten Herausforderungen ihrer
vierjährigen Amtszeit bezeichnete sie im Vorfeld der Vereidigung den
Kampf gegen die organisierte Kriminalität.
Costa Rica hat mit einer sich verschlechternden Sicherheitslage
und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, gilt aber im Gegensatz zu
anderen Ländern der Region wie Honduras und Guatemala als
vergleichsweise stabil. (APA)