Michael Thalheimer inszeniert erstmals an der Burg

7. Mai 2010, 18:28
posten

Wien - Mit zehn Prozent Auslastungszuwachs bei stattlichen 26 Premieren in der noch laufenden Saison sieht Matthias Hartmann seiner zweiten Spielzeit als Burgtheaterdirektor gelassen entgegen. Mit den beinahe selben Namen geht es im Herbst weiter, einzige Überraschung ist Michael Thalheimer, der mit Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe im Oktober sein Burg-Debüt geben wird.

Zu den sechs geplanten Uraufführungen zählen Stücke von Yasmina Reza und Botho Strauß. Letzteres - Das blinde Geschehen - handelt von einem Cyber-Guru (Regie: Hartmann, Februar 2011). Des Weiteren arbeitet Christoph Schlingensief mit Parenté à plaisanterie an der Burg seinem Biennale-Pavillon entgegen. Das Nature Theater of Oklahoma kehrt mit der zweiten Folge von Life and Times wieder. Franzobels Orsolics-Drama wird nachgetragen und die needcompany kooperiert mit Martin Wuttke. Stücke von Neil La Bute, Kathrin Röggla und Roland Schimmelpfennig feiern Österreichische Erstaufführung.

Andrea Breth bereitet in Die ganz begreifliche Angst vor Schlägen etwas Komödiantisches vor, Stefan Pucher ist noch ohne konkretes Projekt am Plan, Alvis Hermanis inszeniert Platonow, Stephan Kimmig Die Jüdin von Toledo, und Birgit Minichmayr ist die Lulu (Regie: Jan Bosse). Der Direktor bleibt als Regisseur präsent: Neben Strauß inszeniert Hartmann Was ihr wollt (mit Joachim Meyerhoff, der auch den Professor Bernhardi unter Dieter Giesings Leitung gibt), Schillers Der Parasit und gleich zum Start als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen: Phädra. (afze, DER STANDARD/Printausgabe, 08./09.05.2010)

Share if you care.