Wiener Kammeroper

Musiktheater der Fruchtbarkeit

07. Mai 2010 17:46

Tomaso Albinonis „Il Nascimento dell'Aurora"

Wien - Rekonstruktion einer Uraufführungssituation: Tomaso Albinonis Il Nascimento dell'Aurora wurde 1710 in Venedig für Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel gegeben; und auch in der Kammeroper wohnt ihre Hoheit (Evelin Illes) dem Werk interessiert bei, das mit blumigen Andeutungen die damalige Kinderlosigkeit dieser Gattin Karls VI. thematisiert.

Die Idee von Kristine Tornquist, den historischen Kontext zum Inszenierungsteil zu formen, hilft. Schließlich ist die Handlung auf ein göttliches Herumturteln zu Ehren Auroras reduziert, bei dem nach vielen Arien und Rezitativen die Nymphe Dafne (glänzend Krisztina Jónás) immerhin effektvoll (Bühne: Duncan Hayler) in einen Strauch verwandelt wird.

So darf man zeitvertreibend grübeln, was wie gemeint ist, während Gerhard Hafner (Zeffiro), Solmaaz Adeli (Flora), Armin Gramer (Apollo) und Wilhelm Spuller (Peneo), zeigen, wie schwer diese Musik im Vokalen ist. Es hilft natürlich auch, dass René Clemencic sein Ensemble zu kultiviertem Originalklang samt effektvoller Ruppigkeit animiert und mit instrumentaler Energie auch den Bühnenvorgängen hilft. (DER STANDARD/Printausgabe, 08./09.05.2010)

11., 18., 20., 22., 25., 27. Mai

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.