Finanzminister Pröll

"Wettbewerbsfähigkeit in Stabilitätspakt"

7. Mai 2010, 17:51
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    foto: apa/techt

    Finanzminister Pröll: "Es muss verhindert werden, dass man zu spät draufkommt, dass mit dem Budget Schindluder getrieben wird."

Finanzminister Josef Pröll verlangt, dass in der Eurozone neben Staatsschuld auch Wettbewerbsfähigkeit von Ländern und die Lohnpolitik streng überwacht werden

Finanzminister Josef Pröll verlangt, dass in der Eurozone neben Staatsschuld auch Wettbewerbsfähigkeit von Ländern und die Lohnpolitik streng überwacht werden. Mit ihm sprach Thomas Mayer.

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STANDARD: Was sind die zentralen österreichischen Forderungen zu einer EU-"Wirtschaftsregierung" ?

Pröll: Die Taskforce der Finanzminister soll Motor für die Aufstellung der Eurozone sein. Wir brauchen einen klaren Schwerpunkt bei der Vertiefung der Wirtschaftskoordination und bei der Verschärfung des Stabilitätspaktes.

STANDARD: Konkret was?

Pröll:  Dass etwa die Zahlen und das Datenmaterial aus den Ländern von der EU-Behörde Eurostat stärker kontrolliert werden können, es einen Durchgriff in der Frage der Datenverwaltung gibt. Dann müssen EU-Kommission und Europäische Zentralbank eine stärkere Controlling-Funktion in Bezug auf die Budgetgebarung der Länder bekommen. Und wir müssen uns unterhalten über entsprechende Sanktionen.

STANDARD: Sollen Eurostat-Prüfer in Hauptstädte fahren und in die Bücher schauen können?

Pröll: Ja, ich bin dafür, dass hier stärker Einsicht, Durchsicht und Durchgriff möglich ist.

STANDARD: Wie weit soll die Komission beim Budgetcontrolling gehen können?

Pröll: In der Eurozone muss es eine frühzeitigen Korrekturmöglichkeit geben. Man muss wissen, was läuft, während des Budgetjahres, nicht hinterher, mit den entsprechenden Beschlüssen in der Eurogruppe. Damit ist nicht gemeint, dass man in die politische Zielsetzung der Länder eingreift, das wäre das Falsche. Aber Kommission und Eurogruppe sollen ständig Plan und Ablauf im Budgetvollzug begleiten. Es muss verhindert werden, dass man zu spät draufkommt, dass mit dem Budget Schindluder getrieben wird.

STANDARD: Wie soll der Stabilitätspakt verschärft werden?

Pröll: Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass neben den Schuldenkriterien von drei Prozent BIP beim Defizit und 60 Prozent bei der Gesamtschuld ein anderer Aspekt in den Vordergrund kommt, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit der Eurogruppenländer untereinander. Wie entwickeln sich die Wettbewerbskurven, die die Währungsunion gefährden? Da muss mehr integriert werden, da muss es mehr Stabilisatoren geben.

STANDARD: Nach welchen Indikatoren soll das geschehen?

Pröll: Die sind klar. Wenn ich mir anschaue, dass Griechenland eine Lohnzunahme von 100 Prozent bei den Beamten gehabt hat und Österreich im gleichen Zeitraum 26 Prozent, so muss man darauf einen Blick haben. So etwas kann man nicht nur kommentieren, da muss man auf Regierungen einen Druck erzeugen können, derartiges hintanzuhalten.

STANDARD: Soll die Kommission sagen können: Bitte, Land X, Zurückhaltung in der Lohnentwicklung.

Pröll: Wir müssen in der Eurogruppe viel stärker Verantwortung füreinander wahrnehmen, ganz klar aufzeigen, wo Fehlentwicklungen sind, und dann den Druck erhöhen. Da sage ich klar Ja.

STANDARD: Soll es einen Europäischen Währungsfonds geben?

Pröll: Wir werden darüber reden müssen. Wir brauchen eine grundsätzlich neue Wirtschafts-, Währungs- und Fiskalpolitik. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8./9.5.2010)

Zur Person

Josef Pröll (41) ist ÖVP-Chef und Finanzminister. Bis 2008 war er Agrar- und Umweltminister.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
Errorrrrrr
00
11.5.2010, 22:30
leistung muss sich wieder lohnen!

1.000€ brutto sind für die leistung die unsere politiker bringen genug.

Hans Meiser2
00
10.5.2010, 12:42
Me? I dislike him.

Auf welchem Persönlichkeitsseminar hat er wohl diese peinliche - immer präsente - Denkerpose, die wohl Seriosität und Glaubwürdigkeit vermitteln sollen, gelernt?

eric le fou
00
11.5.2010, 16:41
hat nix mit denkerpose zu tun, deckt nur das doppelkinn zu

Nestor1979
00
Lauter Zauberlehrlinge - und kein Meister, auch Pröll nicht!

Eliaine
00
Und gehört das auch zur Sparsamkeit...

728.000 Euro auszugeben, um die ÖsterreicherInnen wissen zu lassen, wieviel Schulden jedes Baby hat?

friesfux
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Österreichische ÖVP Lohnpolitik!

KanarenExpress Nachricht Aktuell

Puerto in Zahlungsschwierigkeiten

Um die Löhne und Gehälter ihrer Mitarbeiter im April und Mai zahlen zu können stellte die Stadt Puerto de la Cruz einen Antrag an die Steuerbehörde mit der Bitte um die Auszahlung eines Vorschusses.
Puerto de la Cruz - 03.05.2010 - Wie der Chef der lokalen Polizei und Personalbeauftragte, Luis Miguel Rodríguez, betätigte, ist die Stadtkasse so leer, dass man auf den Vorschuss angewiesen sei, um die Löhne und Gehälter in den kommenden zwei Monaten zu bezahlen.
Die Arbeitslosigkeit beträgt 26%
Puerto mehr als 400 Mitarbeiter ,denen neben dem Monatslohn vier extra-Zahlungen zustehen.
70% aller Einnahmen werden zur Bezahlung des Personals benötigt
Österreichische Verhältnisse?

die elster
 
05
schlüsselbegriffe wie ...

... "neu" oder das gern verwendete "umdenken" bedeuten bei der övp eigentlich immer:

1. ändern sollen sich alle anderen.
2. eine verschärfung der ewig gleichen "patentrezepte".

was pröll im rest des interviews hinlänglich bestätigt.

jo, na, eh!
01

Der Wettbewerb..... wer wird Erster?

Der Zwilling vom Veit Sorger
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Kann dir egal sein, Arbeiter.

Du verlierst so oder so.

warp.faktor
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1933 hat sein Vorgänger das Parlament ausgeschaltet ...

... und damit der braunen Pest die Tore geöffnet. Das Bild dieses Vorgängers hängt immer noch im ÖVP-Parlamentsclub.

Heute fordert dieser Minister, die EU soll die Löhne kürzen und seine de-Parteifreundin Merkel will gar jenen Regierungen, die nicht ein neoliberales Sparpaket nach dem anderen durchpeitschen das demokratische Stimmrecht entziehen.

Die EU entwickelt sich zu einer knallharten Wirtschaftsdiktatur, die nichts für die Menschen leistet (Soziales ist Ländersache) aber immer mehr Geld und Arbeit aus dem Menschen heraus presst.

Ernst Guevara
04
nur weiter so mit der zensur!

kommt zeit, kommt rat, kommt abo-kündigung! und damit das klar ist: brechen erst mal die verkaufszahlen des standard ein, wird auch der zensor mit seinen nazi-allüren bald seinen job los sein. es wäre ein guter tag für die meinungsfreiheit. muss er sich halt bei der deutschen nationalzeitung um einen job bemühen, wo er ja eigentlich auch hingehört.

warp.faktor
01
Egal wie sie es nennen ...

... dass hier sein 3 Std. kein Posting frei geschaltet wurde nützt nur der ÖVP. Vielleicht geht´s um einen kommenden Werbeauftrag?

Der Zwilling vom Veit Sorger
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Du finanzierst den Rauscher, Schnauder und Frey?

Selten so gelacht.

her wig
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Genius Pröllus

hat wieder mal die dünne Grenze zur anderen Seite überschritten. Sein genialer Plan, das Staatsdefizit durch Sparsamkeit zu reduzieren, hat leider einen kleinen, hinterhältigen Makel: er will beim Einkommen derer sparen die Steuern zahlen, also Staatseinnahmen generieren würden - während jene, welchen die Sparsamkeit zugute kommt, ihr Geld wohlweislich in neue aufstrebende Märkte investieren werden. Das ist nicht nur wirtschaftlich logisch sondern auch riskant, aber ggf. wirkt es sich via Pröll-sei-Dank-und-beschütze-uns Gruppenbesteuerung steuermildernd aus.

Christine-Michèle
00
Pröll im Klartext:

Aufschwung durch zusätzliche Schulden! Defizitkonjunktur also auch in Österreich.

Wie soll es sonst funktionieren, wenn gleichzeitig "gewährleistet sein muss, dass der Steuerzahler nicht indirekt wieder zur Kasse gebeten wird."?

jo, na, eh!
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P.olitiker r.änkeschmiedender ö.sterreichischer l.andwirtschafts L.eithammel

Ernst Guevara
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angesichts der STASI-zensurwut hier

kann ich nur jedem menschen, dessen sachlich begründete postings im schwarzen zensurloch verschwinden, nahe legen: kommt zeit, kommt rat, kommt abo-kündigung! im kapitalismus kehrt scheinbar bei vielen erst dann vernunft ein, wenn die verkaufszahlen einbrechen.

lahma cun
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vielleicht lässt sich was machen?

http://www.facebook.com/#!/group.... 0071776446

das gute gewissen
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Witzekanzler Pröll

Se Bo
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Ach wo, der Pepi will doch nur die Beamtenbezüge in AT um 100% anheben! Das ist die einzige Aussage, die in diesem Interview Sinn macht. Was versteht der BAUER denn schon von der Eurozone/Währungen? Wettbewerbsfähigkeit? Griechenland hat meines Wissens die letzten 20-30 Jahre keine einzige positive Leistungsbilanz zusammengebracht, d.h. sich immer mehr im Ausland verschuldet! Das kombiniert mit steigenden Löhnen wirkt sich nunmal in einem Wettbewerbsnachteil aus, weil das natürliche/übliche Mittel zum Gegensteuern (Währungsabwertung) nicht mehr vorhanden ist! Alternativ kann der Pepi ja versuchen, den Griechen die Löhne nominell zu kürzen - die Mitzi soll er gleich mitnehmen.
Ich geh nach Kärnten...weit weg von der Realität!

das gute gewissen
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...mit dem Budget Schindluder treiben???

I man i drahm!
Der Sankt Josef Pröll, Schutzheiliger aller Banken, verwendet 728.000 Euro an Steuergeld, um uns Österreichern durch ein Kleinkind ausrichten zu lassen, dass wir alle in Austrobananien 23.901 Euro Schulden haben. Gleichzeitig fordert der Typ jedoch, dass wir alle sparen sollen.
Das ist eine Verhöhnung der Bürger in diesem Land uns schrammt nur knapp am Delikt der Veruntreuung von Staatsgeldern vorbei.

Mehr zur Kampagne des Finanzministeriums:
<http://raketa.at/index.php... rid=12>

Ernst Guevara
01
sittenbild des zensors

wenn ich schreibe, der pepi kommuniziert und schaut aus wie ein tier, dann ist garantiert, dass mein posting innerhalb von wenigen minuten freigeschaltet wird. wenn ich aber bestrebt bin, mich dem thema auf einer sachlichen ebene zu nähern und auf solche nazirhetorik verzichte, dann muss ich leider davon ausgehen, dass mein posting erst irgendwann nach mehreren stunden freigegeben wird oder auch überhaupt nicht. man könnte fast meinen, der zensor identifiziert sich lieber mit menschenverachtenden nonsenspostings als seinen job auszuüben, die forenregeln zu kontrollieren.

hackler i.d. charts
10
Prölls Tierleben

Der Kerl redet wie ein Papagei, sieht aus wie ein Schw..n

kyselak3
 
00
dieses hirnlose gewäsch

erinnert sehr an den argumentativen eiertanz rund um die österreichische neutralität.

also dann ...
03
beim pröll . . . stell ich mir nur mehr 1 frage : wie d o o f ... dar ein witze-kanzler eigentlich sein ? ? ?

unabhängig davon, dass er n u r ...
der hampelmann der konrad`s, treichls usw. ist,
zeigt sein statement :

"es gäbe zuwenig reiche in Ö für eine reichensteuer"
... die 100 reichsten haben ein vermögen von
98 mrd = die hälfte der staatsschuld ( ! )
eh schon zur genüge auf, welchen blödsinn er verzapft.

und nun also die "wettbewerbsfähigkeit" ?
d.h. niedrige löhne...
nun
- diese machen 17 % des umsatzes der vwl. aus...
- die REAL-löhne sanken
- währenddem die gewinne um 40-70 % (seit 2000)
stiegen.

überdies... ist das exportmodell t o t,
weil die HH (egal ob in den USA, GB, E, P oder GR)
nicht mehr auf PUMP den wohlstand...
in Ö,D finanzieren können !

da stösst sogar alkohol ... an seine grenzen !

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