SPÖ will Assistenzeinsatz uneingeschränkt verlängern

8. Mai 2010, 10:05
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    foto: apa/robert jaeger

    Ersatz für fehlende Polizisten? Nach Vorstellungen der SPÖ soll der Assistenzeinsatz im Burgenland so lange weitergeführt werden, bis das Burgenland "ausreichend" Polizisten zur  Verfügung gestellt bekomme.

Die Burgenland-Wahl wirft ihre Schatten - SP-Ostermayer wird mit Voschlag an Fekter herantreten - Burgenländische FP und Grüne kritisieren Vorstoß

Wien - Im Lichte der Burgenland-Wahl macht die SPÖ einen Vorstoß zur uneingeschränkten Verlängerung des Assistenzeinsatzes. Der umstrittene Bundesheer-Einsatz im östlichen Grenzraum soll so lange aufrechterhalten bleiben, bis das Burgenland ausreichend Polizisten zur Verfügung gestellt bekommt. Die SPÖ-Forderung wird in der Ministerrats-Koordinierungssitzung am Montag zwischen Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und Staatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) aufs Tapet gebracht, erfuhr die APA aus informierten Kreisen.

Je nachdem, wie Fekter auf den Vorstoß reagiert, könnte es in der Ministratssitzung am Dienstag einen entsprechenden Vortrag geben. Die Forderung nach einer Fortführung des Assistenzeinsatzes bis das Burgenland 500 zusätzliche Polizisten bekommt, ist immer wieder von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) gekommen.

Der unter führenden Verfassungsjuristen umstrittene Assistenzeinsatz wurde zuletzt bis Ende 2010 verlängert. Argumentiert wird stets mit dem "subjektiven Sicherheitsempfinden" der Bevölkerung. Seit dem Fall der Schengengrenzen im Dezember 2007 haben die Soldaten allerdings keinerlei Befugnisse. Sie dürfen lediglich durch die Gemeinden patrouillieren und die Polizei über verdächtige Vorkommnisse informieren. Die Kosten für den Einsatz betragen laut Rechnungshof 22 Mio. Euro pro Jahr.

Fekter-Absage an Forderung nach mehr Polizisten

Die ÖVP möchte den Assistenzeinsatz des Bundesheers im östlichen Grenzraum lieber aus dem Burgenland-Wahlkampf heraushalten. Eine Entscheidung über eine eventuelle Verlängerung sei "mit klarem Kopf im Herbst" zu treffen und "nicht jetzt im Rahmen von Wahlkampfgetöse", hieß es aus dem Büro von Innenministerin Maria Fekter (ÖVP). Der Forderung nach mehr Polizisten für das östliche Bundesland erteilte sie eine Absage.

Die SPÖ-Berechnungen, wonach dem Burgenland 500 Polizisten fehlen, sind für das Innenressort nicht nachvollziehbar und werden dort mit folgenden Zahlen belegt: Im Burgenland findet nur 1,5 Prozent der Gesamtkriminalität Österreichs statt. Im gesamten Bundesland befinden sich aber sechs Prozent aller österreichischen Polizisten. Auf einen Polizisten kommen 160 Einwohner - das ist die höchste Dichte Österreichs (in Oberösterreich seien es zum Vergleich 400 Einwohner). Jeder Polizist im Burgenland habe sieben gerichtlich strafbare Handlungen im Jahr zu bearbeiten - im Vergleich zu Wien 37 Fälle pro Jahr. Die ohnehin niedrige Kriminalität sei im 1. Quartal um 0,6 Prozent gesunken. 

Pilz: Diskussion ist Missbrauch des Bundesheeres

Als "Missbrauch des Bundesheers" für den burgenländischen Wahlkampf verurteilte Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz die SPÖ-Forderung nach einer uneingeschränkten Verlängerung des Assistenzeinsatzes. Das Ende des Assistenzeinsatzes nach der Wahl sei zwischen ÖVP und SPÖ bereits paktiert, Verteidigungsminister Norbert Darabos und die SPÖ "täuschen hier bewusst die Öffentlichkeit", so Pilz in einer Aussendung. Er verlangte von SPÖ und ÖVP, den Einsatz aus ihren Parteikassen zu zahlen, nachdem dieser "offenkundig nur der Wahlwerbung" diene.

Der SPÖ-Vorstoß für eine uneingeschränkte Verlängerung des Assistenzeinsatzes stößt bei Freiheitlichen und Grünen im Burgenland auf Kritik. Bei der ÖVP zeigt man sich mit der praktizierten jährlichen Evaluierung des Einsatzes hinsichtlich der Notwendigkeit zufrieden.

FPÖ: Das kann die SPÖ nicht ernst meinen

Ihren Vorstoß könne die SPÖ "nicht ernst meinen", so FPÖ-Obmann Johann Tschürtz: "Es kann nicht der Assistenzeinsatz die Polizei ersetzen." Das sei "nicht die Hauptaufgabe des Bundesheeres." Nach Ansicht des FPÖ-Politikers solle der Einsatz wie geplant bis Jahresende laufen. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt müsse es ein Konzept geben, wie man für mehr Sicherheit sorgen könne.

Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) lege offensichtlich Wert darauf, das "Rennen am rechten Rand" jeden Tag einen Schritt weiter zu treiben, sagte der grüne Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Michel Reimon. Dafür gebe es keine Entschuldigung mit einem "subjektiven Sicherheitsgefühl", das sei "die ganz bewusste Strategie des Landeshauptmannes, sich als Rechtspolitiker zu profilieren."

ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer verwies hingegen auf die gängige Praxis, den Einsatz jeweils um ein Jahr zu verlängern: Die derzeitige Situation zeige, dass man damit immer richtig gelegen sei, kurz nach der Jahresmitte den Status zu evaluieren. So wie dies in den vergangenen 20 Jahren gemacht worden sei, solle man sich auch im heurigen Jahr - wie vereinbart - daran halten.

Landeshauptmann Niessl betonte in einer Aussendung seine Forderung nach "mehr Sicherheit" im Burgenland. Daher müsse der Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Grenzraum uneingeschränkt solange aufrecht bleiben, bis man genügend Polizisten im Land habe.Von Maßnahmen für mehr Sicherheit im Grenzraum würden auch andere Teile Österreichs profitieren, glaubt Niessl. (APA)

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"Es reicht!"
08
12.5.2010, 05:41
Unerhört!


Jetzt haben die roten Brüder auch noch unserer Landeshauptmann Stv umgedreht, der erklärt:



Außer Frage steht für die ÖVP Burgenland auch die Verlängerung des Assistenzeinsatzes.


„Ich spreche mich ganz klar für die Verlängerung aus!


Das Sicherheitsbedürfnis der burgenländischen Bevölkerung hat Vorrang.

Die Burgenländerinnen und Burgenländer haben ein hohes Vertrauen zu den Soldaten des Assistenzeinsatzes, in punkto Prävention sind die AssE-Soldaten unverzichtbar geworden“, betont Steindl.










A Voice
00
11.5.2010, 13:14
populistische

Volldeppen :-(

korruptes österreich
00
10.5.2010, 11:54

die verlängerung dieses einsatzes ist ideenlos..

vielmehr sollte man das geld dazu verwenden die exekutive auszubauen... oder das bundesheer muss neu erfunden werden...

The Dude
01
10.5.2010, 11:01

Wenn das die bundesweit (seit wie vielen Jahren eigentlich?) angekündigte Antwort auf die fremdenfeindlichen Parolen der Blauen sein soll, dann gute Nacht liebe SPÖ.

Lünz
00
10.5.2010, 10:32
Dann müsse die SPÖ konsequenterweise auch die Verlängerung des Wehrdienstes auf 8 Monate fordern!

Denn, wie war das damals? 6 Monate sind genug weil wenn wir keine Schengengrenze mehr haben, gibt es auch keinen AssE mehr.

mikromalist
 
00
10.5.2010, 10:08
Wie wär es mit

einer Burgenländer Mauer?
Die schützte! Da könnte auch gleich eine Ausreise zur Flucht erklärt werden?
(in den Politikerhirnen der SPÖ B scheint es diese Mauer ja längst zu geben - so wie bei den F-lern)

steff80
00
10.5.2010, 10:04
Der Einsatz ist ein Relikt

... aus längst vergangenen Tagen. Ein Militäreinsatz in Österreichs sichersten Bundesland, den man ersatzlos streichen kann. Die Zahlen, die das belegen, findet man hier: http://www.doppeladler.com/oebh/assi... insatz.htm (Einsatzstatitsik, Kriminalitätsentwicklung, Kosten usw.)

Knieriem
01

Zur Stimmenmaximierung ist ihnen (nicht nur den Roten, denen aber ganz besonders) alles recht - vor allem, wenn es Steuergeld kostet. Nicht nur daß das finanzmarode BH, wenn ich richtig informiert bin, diesen Schwachsinns-Einsatz selbst zahlen muß, ist die Erfolgsquote ja auch, wie man hört, sehr gering. Jedenfalls lassen sich Niessel und Darabos (auch Pröll) ungeniert vom Steuerzahler einen Wahlkampfhit zahlen. Da spielt die Wirtschaftskrise plötzlich keine Rolle. Zahlen eh nur die anderen!

gerry73
01
populista

Der Assistenzeinsatz, der ursprünglich 10 Wochen dauern sollte, läuft bereits 19 Jahre. Damals sprach man davon, dass das notwendig sei, bis die Polizei die Aufgaben übernimmt. Danach sprach man davon, dass man, den Assistenzeinsatz verlängern müsse bis Schengen in Kraft trete. Es sei Polizisten nicht zumutbar, kurz angestellt zu werden und nach Schengen wieder entlassen zu werden. Nach 3 Jahren Schengen wird immer noch nach mehr Polizei gerufen. Was bleibt, sind provisorisch untergebrachte präsenzdiener, die während eines einsatzes mit unzähligen arbeitsstunden fern jeder arbeitsrechlichen kontrolle wenig sinnvolle arbeit verrichten (siehe rechnungshofbericht). Und die Kosten sind vergleichbar mit 270 arbeitsplätzen für polizisten.

mein postingname nr. 7
03
weiter so!

österreich hat im unterschied zu rumänien, ungarn, griechenland, portugal, spanien, irland, großbritannien, italien und frankreich GENUG GELD!
GEIL!
wir können es es uns WIRKLICH LEISTEN!
wir sind die BESTEN! wir wissen wo's LANG GEHT!

so, ich geh jetzt mein schnitzel essen.

Functio Laesa
00
Geld spielt keine Rolex!

coder24
22

Ersatz für fehlende Polizisten? Nach Vorstellungen der SPÖ soll der Assistenzeinsatz im Burgenland so lange weitergeführt werden, bis das Burgenland "ausreichend" Polizisten zur Verfügung gestellt bekomme.
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Also ... da das Burgenland bereits jetzt pro Einwohner und pro Flächeneinheit ca. doppelt so viele Polizisten hat wie zB OÖ, kann man den AssE ab sofort ersatzlos streichen.

- Liberte, égalité, fraternité -
55
Meine Wahlprognose für die Landtagswahl

SPÖ 50%
ÖVP 32%
FPÖ 8%
Grüne 5%

Wetten werden angenommen!

Die 32% sind für die VP besonders bitter, womit auch der Einsatz ganzer Lagerhausbesatzungen als Kampfposter in diesem Forum verständlich wird!

Nur: Nützen wird es, dank Maria Fekter, nichts :)))))

ziffco
00

4 Computer hat die SPÖ-Zentrale, daher auch 4 grüne Stricherl! Die Genossen werden auch immer einfallsloser!

coder24
01

Wieviel Zeilenhonorar gibts bei der SPÖ eigentlich? Wie schauts dabei mit C&P-Spam aus?

coder24
00

Aus welchem Grund sind sie für den Assistenzeinsatz?

*QED*
21
Rote Geringschätzung der Burgenländer?

Von der Intelligenz der Burgenländer halten Sie wohl
nicht viel! Sonst würden Sie Ihnen nicht unterstell-en, dass jeder Zweite dem Oberpopulisten Niessl die
Stimme gibt. Wähler, denen Fremden- und Asylfeind-lichkeit ein Anliegen ist, gehen gleich zum Schmied
(FPÖ) und nicht zum Schmiedl (Niessl).
Wähler hingegen, für die Ideale der französen Revolu-
tion nicht bloß ein Lippenbekenntnis sind, wird ein
skrupelloser LH nicht in Frage kommen.

- Liberte, égalité, fraternité -
02
Ich bin in der Vorwoche nach einem Jahrzehnt wieder durch das Burgenland gefahren

und muss sagen das Burgenland hat gegenüber NÖ mächtig aufgeholt, wenn nicht sogar überholt!

Das wird vielleicht auch das Verdienst Niessls gewesen sein - warum sollten die Burgenländer die Partei Steindls und Fekters stärken?

Oder die der total entbehrlichen Grünen?

Die eher dumpfen Wähler werden FPÖ wählen, das ist nicht zu verhindern!

Tschurndorf
21
das taugt mir

die dumpfen glauben die obrigkeit bedient sie!
niessl und verdienst, ja, sein eigener und die der parteigänger. aber mit lämmern is leicht leben. danke

- Liberte, égalité, fraternité -
03
Also nicht der Niessl, wer aber dann?

Die Gummistiefel aus den Lagerhäusern,
der ahnungslose überforderte Steindl,
oder gar die örtlichen Bauernbluzer?

Lass mich wissen wer es war, Tschurni!

Hubert Ungeist
 
20
11.5.2010, 05:26
Die schönen Häuser die sei sahen beim Durchfahren

wurden mit Geld der Menschen dort gebaut. Oft die von Ihnen geschmähten Bauern. Und Oft hat die von IHenen geschmähten Raiffeisen Kredite gegeben.

Zusammenfassend - sie haben keine Ahnung

- Liberté, égalité, fraternité -
01
11.5.2010, 18:17
Sch icchtig mit dem Bau neuer Lagerhäuser hat Niessl nur mit der Landesförderung zu tun

beim Bau der privaten Häuser hat Niessl auch nur mit der Landesförderung zu tun.

Und, wichtig:

Er hat nicht, wie die Bauernbluzerregierung in NÖ, das Wohnbaugeld verzockt!


Da gibts noch Straßen und Infrastuktur, die man dem Niessl doch zuschreiben muss, gell Hubsi?!

Zusammenfassend kann also kann gesagt werden, DU hast keine Ahnung!

A Voice
10
11.5.2010, 13:16
und

gscheiten EU-Förderungen. Da sollt' ma die pöhse EU, die uns ja nix gebracht hat, nicht vergessen.

Hubert Ungeist
 
00
11.5.2010, 13:48
Stimmt Ziel 1 Gebiet war ja eine Erfindung der SPÖ

Burgenland die das der EU aufs Auge gedrückt hat

A Voice
00
12.5.2010, 09:13
Manchmal

sind Sie echt putzig :-)

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