Royal Bank of Scotland steckt in roten Zahlen fest

7. Mai 2010, 09:37
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Edinburgh - Die verstaatlichte Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) kommt schleppender aus der Krise als zahlreiche Konkurrenten. Im laufenden Geschäft erzielte die Bank zwar wieder einen Gewinn im ersten Quartal, unter dem Strich stand aber wegen hoher Kosten für die staatlichen Rettungsprogramme immer noch ein Verlust von 248 Mio. Pfund (294 Mio. Euro). Im vierten Quartal 2009 hatte die Bank allerdings noch ein Minus von 765 Mio. Pfund erlitten.

Operativ sei zum Jahresauftakt ein Gewinn von 713 Mio. Pfund nach einem Minus von 1,35 Mrd. Pfund im Vorjahresquartal. Damit bleibt die RBS eine der Banken, die nach der Finanzkrise nicht aus der Verlustzone kommen. In Deutschland hatte die teilverstaatlichte Commerzbank mit einem höher als erwartet ausgefallenen Gewinn überrascht.

Die RBS gehört weltweit zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche stand wegen der Krise und dem aggressiven Expansionskurs kurz vor dem Aus. Sie musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates. Derzeit hält der britische Staat rund 84 Prozent der Anteile. (APA)

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