Skype führt bezahlte Videokonferenzen ein

7. Mai 2010, 09:37
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Individuell gratis, für mehrere gegen Gebühr

Skype plant die Einführung der Möglichkeit zu Gruppen-Videokonferenzen gegen Gebühr. Derzeit können nur individuelle Video-Chats durchgeführt werden, nächste Woche wird Skype neue Software freigeben, die bis zu fünf Gesprächsteilnehmer zu einer Videokonferenz zusammenschalten kann. In der Anfangsphase kann dies unentgeltlich ausprobiert werden.

Von vielen gewünschtes Feature

Damit setzt Skype erstmals, seitdem es von Ebay an eine Investorengruppe unter Beteiligung seiner Gründer verkauft wurde, einen Schritt, um eine neue Geschäftsstrategie zu formen, berichtet das Wall Street Journal. Die Gruppen-Videokonferenzen seien das Feature, das sich die größte Zahl an Usern gewünscht hätten, erklärte das Unternehmen. Ab dem Sommer wird dann eine noch nicht genannte Gebühr dafür eingeführt. Gleichzeitig wird es auch ein neues Abo-Service für Gespräche ins Handy- oder Festnetz in 170 Ländern geben. Damit will Skype insbesondere Teilnehmer in Entwicklungsländern ansprechen, wo Telefongebühren meist sehr hoch sind.

560 Millionen Teilnehmer

Skype schaffte es mit Gratisverbindungen zwar, auf 560 Millionen Teilnehmer weltweit zu wachsen. Aber es ist dem Unternehmen nicht gelungen, daraus wirklichen Gewinn zu ziehen. Das war auch der Grund, warum sich Ebay von der seinerzeit teuer erworbenen Firma wieder trennte. Skype will vermehrt den Weg auf Geräte jenseits von PCs finden. Seine iPhone- und iPod-App wurde bisher zwölf Millionen Mal installiert. (spu/ DER STANDARD Printausgabe, 7. April 2010)

 

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    Skype-Videochats: bald auch mit bis zu fünf Teilnehmern, gegen eine kleine Gebühr.

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