Rechtsextreme ohne Mandat

7. Mai 2010, 14:02
52 Postings

BNP-Chef Nick Griffin: Hohe Wahlbeteiligung verursachte Niederlage in Barking

Margaret Hodge, Großbritanniens Tousismus- und Kulturministerien, hat in ihrem Wahlkreis Barking (East London) ihr Mandat gegen BNP-Chef Nick Griffin verteidigt. Die Labour-Politikerin sprach von einem Sieg für die Demokratie. "Die Nachricht an die BNP ist klar: Verschwindet und kommt nicht zurück. Ihr seid hier nicht erwünscht".

Die Rechtsradikalen, die insgesamt 326 Kandidaten aufgestellt hatten, sind damit weiter nicht im britischen Parlament vertreten. Parteichef Griffin, der in dem Einwandererbezirk sogar vom konservativen Kandidaten Simon Marcus geschlagen wurde, sieht die Ursache in der hohen Wahlbeteiligung: „Es sind viel mehr Leute zu Abstimmung gegangen als wir erwartet hatten, und das ist wahrscheinlich zu unserem Nachteil", analysierte der Cambridge-Absolvent.

Am Mittwoch hatte sich Bob Bailey, der BNP-Kandidat für den Bezirk Romford, in Barking eine Schlägerei mit Jugendlichen geliefert (derStandard.at berichtete). Die Ergebnisse der Kommunalwahl werden am Nachmittag erwartet. Bisher stellt die BNP im Einwandererbezirk Barking 12 der 51 Stadträte, Labour hält 34. Falls es den Rechtsradikalen gelänge, den Bezirk zu übernehmen, könnten sie sich über ein Budget von 154 Millionen Pfund (180 Millionen Euro) freuen. (bed)

  • "People like You": Nick Griffin mit Anhängerschaft im Wahlkampf
    foto: epa/facundo arrizabalaga

    "People like You": Nick Griffin mit Anhängerschaft im Wahlkampf

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Labour-Mitglieder vor dem Wahllokal

Share if you care.