Musterbrief der Arge Daten gegen Street-View-Bilder

7. Mai 2010, 09:03
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Bürger sollen sich vorbeugend gegen "Google-Übergriffe" schützen

Nach massiven Protesten gegen Google Street View in Deutschland hat der Internetkonzern zugesagt, kein Material für den Straßendienst zu beantworten, bevor alle Widersprüche geklärt sind. In Deutschland gibt es das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Die österreichische Arge Daten will sich lieber nicht auf die "Goodwill"-Erklärungen Googles verlassen und geht daher in die Offensive: Der Verein hat einen Musterbrief online gestellt, der die Bürger vorbeugend gegen "Google-Übergriffe" schützen soll, geltend für bereits bestehende als auch mögliche künftige Aufnahmen.

Anspruch nicht gefilmt zu werden

Hat ein Betroffener etwa festgestellt, dass er, sein Kind, Fahrzeug oder Haus von einem Google-Auto "überfallsartig" fotografiert wurde, so Arge-Daten-Obmann Hans Zeger, soll das Internetunternehmen damit aufgefordert werden, "keine geschützten Bilddaten zu verwerten". Angaben zur Person oder Wohnadresse sollen helfen, die beanstandete Aufnahme leichter herauszufinden. "Jeder hat den Anspruch, nicht gefilmt zu werden", meint Zeger. Dem widerspricht Medienanwältin Maria Windhager: Nach österreichischer Rechtslage können Personen und Gebäude im öffentlichen Raum fotografiert und gezeigt werden. (kat/DER STANDARD Printausgabe, 7. April 2010)

 

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