Plötzlicher Säuglingstod

Babys im Bett besser schützen

7. Mai 2010, 10:23
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    foto: diestandard.at/isabella lechner

    Auf zusätzliche Felle oder Decken soll verzichtet werden.

Die Stressfaktoren Bauchlage, Überwärmung und Rauch erhöhen das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod - Deutsche Stiftung Kindergesundheit klärt auf

München - Die Stiftung Kindergesundheit nennt sechs Ratschläge, die helfen, noch mehr Säuglinge vor dem Plötzlichen Kindstod zu bewahren. Seit die meisten Babys auf dem Rücken schlafen, gibt es weniger Kinder, die am Plötzlichen Kindstod versterben. Wichtig ist eine intensive Aufklärung über vermeidbare Risikofaktoren.

Der Plötzliche Kindstod, auch Krippentod und Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) genannt, ist die häufigste Todesart bei Babys im ersten Lebensjahr. Gemeint ist damit der plötzliche und unerwartete Tod eines anscheinend gesunden Kindes im ersten Lebenshalbjahr, der meistens während des Schlafes oder im zeitlichen Zusammenhang mit Einschlaf- oder Aufwachphasen eintritt und bei dem auch nach einer gründlichen Untersuchung keine eindeutige Todesursache festgestellt werden kann.

Multifaktorielle Ursache

Der „Plötzliche Kindstod" galt lange Zeit als eines der mysteriösesten Vorkommnisse der Medizin. Das Geschehen lässt sich auch heute noch nicht erklären. Nach Erkenntnissen der letzten Jahre gibt es jedoch nicht die eine Ursache, sondern es kommen immer mehrere Belastungen zusammen, wenn ein Baby ohne Vorwarnung sein Leben verliert.

Der Münchner Kinder- und Jugendarzt Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit: „Nach der Hypothese des ‚Triple-Risk Models' kann es zu SIDS kommen, wenn drei Bedingungen gleichzeitig auftreten: Das Kind befindet sich in einem empfindlichen und verwundbaren Entwicklungsstadium seines Nerven- und Immunsystems, es liegen bestimmte genetisch bedingte Strukturvarianten („Polymorphismen") im Stoffwechsel des Nervenbotenstoffs Serotonin vor, und es kommen Stressfaktoren von außen hinzu, wie Schlaflage, Überwärmung, Infektionen oder eine Belastung durch rauchende Eltern".

Wissen rettet Babyleben

Allein durch Beachtung der genannten Stressfaktoren lässt sich das Risiko des Babys radikal vermindern. Gab es 1998 in Deutschland noch 602 Todesfälle durch SIDS, wurden im Jahr 2008 nur noch 215 Fälle gezählt. Damit sank die Häufigkeit innerhalb von zehn Jahren von 0,79 pro 1.000 Lebendgeborene auf 0,31 pro 1.000 Babys, also um mehr als die Hälfte. Dieser beeindruckende Erfolg wurde ohne medizinische Maßnahmen und ohne Medikamente erzielt, allein durch die Information und Aufklärung junger Eltern über das richtige Verhalten, betont die Stiftung Kindergesundheit mit großem Nachdruck.

„Für die Vermittlung dieses Wissens ist die Einbindung aller mit den jungen Eltern in Kontakt stehenden Berufsgruppen unerlässlich", sagt Koletzko. „Wichtig ist dabei, dass die Multiplikatoren - das sind die Geburtshelfer und Hebammen in den Geburtskliniken, Kinderärzte, Allgemeinärzte und Krankenschwestern, die Mitarbeiter in Praxen, Schwangerenberatungsstellen, Migrantinnenbetreuungsstellen, Gesundheits- und Jugendämtern - möglichst einheitliche Informationen weitergeben, damit die Schwangeren und Eltern nicht durch unterschiedliche Botschaften verunsichert werden".

Deshalb hat sich die Stiftung Kindergesundheit an einer großen Informationskampagne des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zum Thema „Sicherer und gesunder Babyschlaf" beteiligt.

So schläft das Baby gut und sicher

1. Schlafposition in Rückenlage
2. Verwendung von Babyschlafsäcken
3. Schlafen im eigenen Bett im elterlichen Schlafzimmer
4. Schutz vor Überwärmung
5. Rauchfreie Wohnung
6. Stillen

Aufklärung ist wichtig

Präventionsexpertin Uta Nennstiel-Ratzel und ihr Team haben vor kurzem die bisherigen Ergebnisse der bayerischen Präventionskampagne ausgewertet und in einem Fachblatt publiziert (Klinische Pädiatrie 2009; 221: 1-6). Ihre Bilanz weist sowohl erfreuliche Fortschritte als auch noch bestehende Defizite auf:

• Der Anteil der in den Kliniken über die SIDS-Risiken aufgeklärten Eltern wuchs von 92 Prozent im Jahr 2005 auf 97 Prozent im Jahr 2007.
• Der Anteil der Geburtskliniken, in denen ausschließlich Babyschlafsäckchen verwendet wurden, nahm von 12 auf 37 Prozent zu.
• Dagegen wurde die Empfehlung, Babys auf dem Rücken schlafen zu lassen, in vielen Entbindungskliniken offenbar nicht ernst genug genommen: Der Anteil der konsequent auf den Rücken gelegten Babys lag auch 2007 bei nur 54 Prozent. Jedes vierte Baby wurde weiterhin auf den Bauch oder auf die Seite zum Schlafen gelegt.
• Nur 14 Prozent alle Eltern befolgten alle sechs Empfehlungen der Ratgeberbroschüre. Nur 59 Prozent der Babys schliefen im eigenen Bett im Elternzimmer, 7,5 Prozent schliefen im Bett der Eltern und 21,4 Prozent allein im Kinderzimmer. Jedes vierte Baby lebte in einem Raucherhaushalt.

Rauchen - das große Baby-Risiko

Neben der Bauchlage ist derzeit das Rauchen das wichtigste vermeidbare Risiko für den Plötzlichen Kindstod, betont die Stiftung Kindergesundheit. In Deutschland rauchen immer noch über zwanzig Prozent aller Frauen auch während der Schwangerschaft weiter. Dabei erhöht sich die Gefahr für das Baby, den plötzlichen Kindstod zu erleiden, bei bis zu zehn Zigaretten am Tag um das Dreifache, bei mehr als 20 Zigaretten sogar um das Neunfache. Würden alle schwangeren Mütter und ihre Partner auf das Rauchen verzichten, könnte die Sterblichkeit an SIDS in Deutschland noch einmal reduziert werden. Eltern sollten außerdem wissen: Impfungen stellen kein Risiko für den plötzlichen Säuglingstod dar. (red)

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Muttertag
31
Mutter sein ...


Mutter sein - das heißt vor allen Dingen,
verzichten können und Opfer bringen.

Sorgen müssen in Stunden und Tagen,
Antwort geben auf tausend Fragen.

Mutter sein - das heißt LIEBEN können
und wie ein Licht für andere brennen,
wie eine Flamme sich selber verzehren,
die Not von anderen Türen wehren.

Mutter sein - das heißt "Gott" VERTRAUEN,
heißt immer voll Hoffnung zum Himmel schauen,
in bangen Nächten, in lauten Tagen
für andere beten und nicht verzagen.

Der treuen Frau, die ihr ganzes Leben
als eine Mutter dahingegeben
sei darum gedankt aus Herzensgrunde
an diesem Tag und zu dieser Stunde.

Möge der Segen des Herrn sie geleiten
durch alle Stürme, zu allen Zeiten,
möge die Kraft und die Weisheit von oben
und ihr Gnade geben.

A Voice
00
So eine Mutter

tut ihren Kindern nix Gutes.

Muttertag
00
10.5.2010, 08:52
A Voice, so eine mutter tut sich selber nix gutes und diese mutter lebt nicht mehr.

A Voice
00
11.5.2010, 12:53
Das auch

aber jemandem, der mit Opfer-bringen-müssen argumentiert läßt normalerweise die Bedürfnisse der Mutter soundso außen vor.
Daß eine spezielle Mutter gemeint war war für mich nicht ersichtlich. Den Typus gab es und gibt es immer noch. Leider.

Muttertag
00
11.5.2010, 14:57
Spezielle Mutter

Gedanken waren bei meiner Mutter, daher ließ ich zum Schluss - (ihr Gnade geben.) den Herrn zu loben – weg und wenn schon Muttertag, dann ist er für mich in erster Linie, wo kam ich her

Helge Remsgard Remsgard
10

keep it real, oida!

fuchstritt
10

zugedröhnte eltern u mord lassen wir mal außen vor...

fuchstritt
01

es ist ein mythos daß kinder im schlaf von den eltern erdrückt werden

Kathi1609
 
11
Nö, Mythos ist es keiner. Tatsächlich gibt es einige wenige Fälle.

In denen lässt sich aber allesamt eindeutig festlegen, dass die Mutter "Bindungsprobleme" mit dem Kind hatte.

Vor zwei Jahren hat eine US-Amerikanerin in einem Cocktail aus Alk und Tabletten ihr Baby erdrückt, und vor ein paar noch mehr Jahren (weiß ich nimmer genau) eine Französin ihr Kind, dass aus einer Vergewaltigung entstanden war.

Es gibt diese Fälle, aber das Risiko dabei ist nicht "Schlafen im Elternbett", sondern "Mutter mit groooßengroooßen psych. Problemen".

froilein froilein
00
Das "Familienbett" hat sogar einen Schutzfaktor gegen SIDS

Man geht davon aus, dass Eltern, insbesondere Mütter so das Befinden des Kindes viel schneller wahrnehmen. Außerdem scheinen die Atemgeräusche der Eltern für das Kind stimulierend zu sein.

Es ist aber klar, dass man nicht unter Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluß mit einem Kind in einem Bett schlafen darf.

Babys sind keine reglose Puppen. Die melden sich sofort, wenn ihnen zu warm, zu kalt, zu hungrig oder zu eng ist.

324
11
Immer mehr Säuglinge sind von Schädelverformungen betroffen.

Die Zahl der Fälle hat nach Angaben des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte seit den frühen 90er Jahren stark zugenommen. Experten machen für die Entwicklung vor allem die seit dieser Zeit propagierte Rückenlage verantwortlich, die bei Babys die Gefahr des plötzlichen Kindstodes um schätzungsweise 40 Prozent reduzieren kann. "Auch wenn dieser Effekt wesentlich bedeutsamer ist als gewisse Schädelverformungen, fragen sich viele Eltern, was sie dagegen tun können", erklärt Hans-Jürgen Nentwich vom Vorstand des Berufsverbandes.

http://eltern.t-online.de/kopfverfo... 5542/index



A Voice
00
Punkte 2 und 4

widersprechen einander aber ;-).
Beide Kinder schlafen ohne Schlafsack und ohne Decke - das ganze Jahr. Jetzt fangt das Ältere langsam an, zum Einschlafen die Decke zu nehmen und sich in der Nacht halt wieder freizustrampeln.

Bürger Europas
02

Ob sich das widerspricht hängt lediglich von der Dicke des Schlafsacks und der Zimmertemperatur ab.

A Voice
00
ab einer gewissen

Geringe der dicke ist der Schlafsack aber schon obsolet, oder? Oder ist es das Faktum eines Schlafsackes, was den SIDS abwendet? Reicht dann vielleicht, ihn über das Gitterbett zu hängen? Natürlich so, daß ihn das Kind sich nicht über den kopf ziehen kann...

woidviadla
15
Für mich als regelmäßigen, aber schwachen Raucher ist es unverständlich:

- dass man in der Schwangerschaft raucht. JEDE/R weiß, dass es schlecht ist. Blöd finde ich nur, dass die, die nicht aufhören, deppate Rechtfertigungsversuche ("hab gelesen, dass 5 pro Tag nicht......" etc.) starten anstatt einfach zuzugeben, dass sie vom Kopf her nicht aufhören können.
- dass Babies in einer Wohnung aufwachsen, in der geraucht wird.

fuchstritt
104

babies brauchen auch beim schlafen körperkontakt u gehören nicht ins gitterbett

Bürger Europas
01

Ich bezweifle, dass Babys mit dem Begriff "Gitterbett" etwas negatives assoziieren ;-)

Die Gefahr ist ja auch weniger das Erdrücken, als vielmehr der grundsätzlich unruhigere Schlaf, wenn jemand direkt neben einem schläft. Insbesondere wenn dieser jemand um Faktor 10-15 schwerer ist als man selbst.
Desweiteren ist es schlicht unmöglich zu vermeiden, dass das Baby unter die große Bettdecke rutscht und dort schlimmstenfalls über Stunden zuwenige Sauerstoff erhält. Von der überhaupt nicht zu kontrollierenden Temperatur einmal ganz abgesehen!

gewuerznelke
04
also

unserer schläft erst durch seitdem wir in in sein eigenes Bett und Zimmer verfrachtet haben (ca. mit 8 Monaten). War eine Wohltat für uns alle!

Kyrill
00
im Normalfall ist ein durchschlafen bei Babys ab 6 kg Körpergewicht garantiert!

Kathi1609
 
00
Also das ist ja wohl der hammermäßigste Unsinn, denn ich zu dem Thema seit langen gelesen habe.

Sie setzen die Grenze für Durchschlafen allen Ernstes beim Gewicht an????

Also ein Kind, das bei seiner Geburt +4,5kg hat und zu den guten Futterverwertern gehört, wird mit knapp zwei Monaten vielleicht schon 6kg haben. Das wird dann automatisch durchschlafen, egal ob gestillt oder Fläschen-gefüttert, im Elternbett, im Kinderbett, im Kinderzimmer, bei Licht, bei Dunkelheit .... nur weil es 6 kg hat???

Und das Kind, das bei seiner Geburt 2,5kg hat und relativ langsam zunimmt (so wie meine z.B.), die wird halt erst mit 7mon 6kg haben und dann auch sofort durchpennen? Ohne Rücksicht auf die Begleitumstände?

Bitte bringen Sie mir die Quelle für diese Regel, ich wäre zu neugierig!!

gewuerznelke
00
Ist wohl auch eine Frage der Definition

Ich kenne viele Eltern, bei denen schläft das Kind schon "durch", wenn es von Mitternacht bis 5 in der Früh schläft. Ich rede da von 8-10 Stunden durchgängigem Schlaf.
Ich kenne deutlich schwerere Kinder, die das nicht schaffen.

Kyrill
00

Das meinte ich auch - durchschlafen heißt 8-10 Stunden. Wenn schwere Babys nicht durchschlafen - liegt das an den Eltern und NIE beim Baby.

A Voice
00
Dann ist es schlicht und einfach Blödsinn

was Sie da postulieren.

Trollcruncher
04

Mit dem Wort "nie" sollten Sie etwas vorsichtiger umgehen.

Charles Duchemin
92
Das sagt ja schon einiges aus, daß ihr Kind mit 8 Monaten lieber allein schläft

als bei Ihnen :-)

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