Mehr Gehalt für Wiener Kindergartenpersonal

6. Mai 2010, 20:22
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Die Stadt macht 13 Millionen für nicht-städtische Kindergärten locker

Wien - Kindergärtnerinnen, die in städtischen Einrichtungen arbeiten, bekommen bereits seit Jänner um 6,7 Prozent mehr Lohn, ab September soll's auch für ihre Kolleginnen im privaten Bereich Gehaltserhöhungen geben: Die Stadt macht 13 Millionen für nicht-städtische Kindergärten locker.

Die privaten Einrichtungen erhalten 17 Prozent mehr Grundbeitrag pro Kind, für Horte werden die Fördersätze um 10 Prozent angehoben. Das Geld wird dabei rückwirkend auf 1. Jänner ausbezahlt. „Wir haben nun zusätzliche Mittel aufgetrieben, um auch in diesem Bereich Verbesserungen zu gewährleisten", sagt Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SP). Vorgabe sei, dass das Geld dem Personal im Rahmen von Gehältern und Vorbereitungszeit zugutekommen müsse.

Bis zum Herbst soll es in Wien 60.773 Kindergartenplätze geben. Von den 18.000, die neu vergeben werden, sind knapp die Hälfte in städtischen Einrichtungen. Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren ist dann ein Versorgungsgrad von 101 Prozent erreicht. Was laut Bildungsstadtrat aber nicht zwangsläufig bedeute, dass es an einzelnen Standorten nicht weiterhin zu Platzmangel komme.

„Es ist schwer, vorauszuplanen, in welchen Kindergarten die Eltern ihr Kind schicken wollen", sagt Oxonitsch. Der Wohnort sei da nur bedingt ein Anhaltspunkt, „oft wählen sie auch eine Einrichtung nahe des Arbeitsplatzes oder nahe der Großeltern." Um den Eltern die Suche zu erleichtern, sind im virtuellen Stadtplan auf wien.gv.at nun auch sämtliche Kindergärten eingezeichnet.

Heuer gab es rund 1000 Anmeldungen weniger als im letzten Jahr - was Oxonitsch auf den Run nach der Einführung des Gratiskindergartens 2009 zurückführt. Jetzt käme es zu einer Normalisierung. Um künftig den realen Bedarf besser abschätzen zu können, soll ein einheitliches digitales Anmeldesystem für alle Träger eingeführt werden. (stem/DER STANDARD, Printausgabe, 7. Mai 2010)

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