Polizei: Keine Gefahr für Fußball-Weltmeisterschaft
Johannesburg - Fünf Wochen vor der
Fußball-Weltmeisterschaft sind in Südafrika fünf Rechtsextremisten
wegen der Planung von Anschlägen auf schwarze Townships angeklagt
worden. Die Männer waren Ende April festgenommen worden, wie ein
Sprecher einer Polizeispezialeinheit am Freitag sagte. Bereits am
Donnerstag hatte Polizeiminister Nathi Mthethwa gesagt, dass bei
mehreren Razzien Waffen, Munition und weiteres Material beschlagnahmt
worden sei. Der nationale Polizeichef Bheki Cele beschwichtigte, dass
keine Gefahr für die Fußball-WM bestehe, die vom 11. Juni bis 11.
Juli am Kap stattfinden soll.
Nach Angaben des Polizeisprechers wurden bereits am Mittwoch
vergangener Woche insgesamt sieben Männer angeklagt, gegen zwei von
ihnen seien die Anschuldigungen am Freitag jedoch fallen gelassen
worden. Die Verdächtigen waren Ende vergangenen Monats in Phalaborwa
am Rande des Kruger Nationalparks festgenommen worden, nachdem sie
das Grab eines bedeutenden Schwarzenführers geschändet hatten, wie
der Sprecher weiter sagte. Im Zuge der Ermittlungen seien die
Anschlagspläne und ein Waffenversteck ans Tageslicht gekommen.
Hinweise auf Verbindungen zu anderen Extremistengruppen gebe es
bisher nicht.
Polizeiminister Mthethwa hatte am Donnerstag Festnahmen in drei
Provinzen des Landes bekanntgegeben, darunter auch die in Phalaborwa
in der Provinz Limpopo. Auch in Pretoria wurden demnach Verdächtige
festgenommen. Die Razzien wurden nach der Ermordung des weißen
Rassisten-Politikers Eugene TerreBlanche im vergangenen Monat
angeordnet. TerreBlanche soll von zwei schwarzen Angestellten
erschlagen worden sein. Er war Anführer der 1973 von ihm gegründeten
Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB), die Anfang der 90er Jahre
militant gegen die Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in Südafrika
vorging. (APA)