Fünf Rechtsextremisten wegen Anschlagsplänen angeklagt

7. Mai 2010, 20:11
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Polizei: Keine Gefahr für Fußball-Weltmeisterschaft

Johannesburg - Fünf Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft sind in Südafrika fünf Rechtsextremisten wegen der Planung von Anschlägen auf schwarze Townships angeklagt worden. Die Männer waren Ende April festgenommen worden, wie ein Sprecher einer Polizeispezialeinheit am Freitag sagte. Bereits am Donnerstag hatte Polizeiminister Nathi Mthethwa gesagt, dass bei mehreren Razzien Waffen, Munition und weiteres Material beschlagnahmt worden sei. Der nationale Polizeichef Bheki Cele beschwichtigte, dass keine Gefahr für die Fußball-WM bestehe, die vom 11. Juni bis 11. Juli am Kap stattfinden soll.

Nach Angaben des Polizeisprechers wurden bereits am Mittwoch vergangener Woche insgesamt sieben Männer angeklagt, gegen zwei von ihnen seien die Anschuldigungen am Freitag jedoch fallen gelassen worden. Die Verdächtigen waren Ende vergangenen Monats in Phalaborwa am Rande des Kruger Nationalparks festgenommen worden, nachdem sie das Grab eines bedeutenden Schwarzenführers geschändet hatten, wie der Sprecher weiter sagte. Im Zuge der Ermittlungen seien die Anschlagspläne und ein Waffenversteck ans Tageslicht gekommen. Hinweise auf Verbindungen zu anderen Extremistengruppen gebe es bisher nicht.

Polizeiminister Mthethwa hatte am Donnerstag Festnahmen in drei Provinzen des Landes bekanntgegeben, darunter auch die in Phalaborwa in der Provinz Limpopo. Auch in Pretoria wurden demnach Verdächtige festgenommen. Die Razzien wurden nach der Ermordung des weißen Rassisten-Politikers Eugene TerreBlanche im vergangenen Monat angeordnet. TerreBlanche soll von zwei schwarzen Angestellten erschlagen worden sein. Er war Anführer der 1973 von ihm gegründeten Afrikaner Weerstandsbeweging (AWB), die Anfang der 90er Jahre militant gegen die Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in Südafrika vorging. (APA)

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