Magna zu Jahresbeginn deutlich erholt

6. Mai 2010, 15:51
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Wien - Der kanadische Autozulieferer Magna International hat das Jahr 2010 überraschend gut begonnen: Die Umsätze sind konzernweit in die Höhe geschnellt, das Ergebnis drehte in die schwarzen Zahlen. Auch in Graz ging es im ersten Quartal wieder bergauf.

Die Umsätze von Magna International stiegen im 1. Quartal um 54 Prozent auf 5,5 (3,6) Mrd. US-Dollar (4,32 Mrd. Euro) , das operative Ergebnis drehte von einem Verlust von 230 Mio. Dollar im Vorjahresquartal auf ein Plus von jetzt 285 Mio. Dollar. Die Belebung sei hauptsächlich von den nicht-europäischen Märkten ausgegangen, erläuterte Magna. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 74.000 Mitarbeiter an 240 Standorten.

"Dass Magna so schnell wieder in die Gewinnzone zurückkehren konnte, beweist, dass wir die richtigen Maßnahmen ergriffen und zusammen mit unseren Mitarbeitern auch sehr rasch umgesetzt haben", freut sich Magna-Co-Vorstandschef Siegfried Wolf. Im 4. Quartal hatte der Autozulieferer noch einmal 139 Mio. Dollar Verlust schreiben müssen.

Obwohl der Konzern in Europa Anfang 2010 noch in der Verlustzone operierte, verbesserte sich die Auslastung in Graz-Thondorf. Die Dreimonats-Umsätze stiegen um elf Prozent auf 446 Mio. Dollar, die Zahl der produzierten Fahrzeuge schnellte sogar um 49 Prozent hinauf. Hintergrund: In Graz werden Autos auf Vollkostenbasis, aber auch "im Auftrag" gefertigt. In diesem Fall fließen nur vergleichsweise geringe Montageerlöse in die Umsatzrechnung. Und die Zahl der auf diese Weise verrechneten Chrysler hat sich Anfang 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verzehnfacht.

Erstmals beigetragen haben das neue Peugeot-Sportcoupe (RCZ) und der neue Aston Martin - beide noch in geringen Stückzahlen. Im Lauf der nächsten Monate sollen die Stückzahlen dieser Autos erhöht werden, dazu komme der Produktionsanlauf für den "Mini Countryman", hieß es. (APA)

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