Kommission soll Menschenrechtverletzungen untersuchen

6. Mai 2010, 15:47
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Opfer des Bürgerkriegs sollen Entschädigung erhalten

Colombo - Die Regierung in Sri Lanka will mögliche Menschenrechtsverletzungen während des im vergangenen Jahr beendeten Bürgerkriegs untersuchen lassen. Präsident Mahinda Rajapakse werde dafür eine aus sieben Mitgliedern bestehende Kommission einrichten, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Das Gremium wird außerdem Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts vorschlagen. Ihm sollen den Angaben zufolge auch Experten aus dem Ausland angehören.

Der Bürgerkrieg in Sri Lanka hat in rund 25 Jahren schätzungsweise 80.000 bis 100.000 Menschen das Leben gekostet, nach UNO-Angaben wurden allein in den letzten fünf Monaten der Auseinandersetzung mehr als 7.000 Zivilpersonen getötet. Den Streitkräften wird vorgeworfen, einen schmalen Küstenstreifen mit Hunderttausenden Menschen bombardiert zu haben. Die Rebellenbewegung Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) soll Flüchtlinge am Verlassen der von ihnen kontrollierten Gebiete gehindert sowie Artillerie auf von Zivilpersonen bewohnte Gebiete abgefeuert und damit Vergeltungsangriffe der Truppen provoziert haben.(APA/apn)

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