Opfer des Bürgerkriegs sollen Entschädigung erhalten
Colombo - Die Regierung in Sri Lanka will mögliche
Menschenrechtsverletzungen während des im vergangenen Jahr beendeten
Bürgerkriegs untersuchen lassen. Präsident Mahinda Rajapakse werde
dafür eine aus sieben Mitgliedern bestehende Kommission einrichten,
teilte die Regierung am Donnerstag mit. Das Gremium wird außerdem
Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts vorschlagen. Ihm
sollen den Angaben zufolge auch Experten aus dem Ausland angehören.
Der Bürgerkrieg in Sri Lanka hat in rund 25 Jahren
schätzungsweise
80.000 bis 100.000 Menschen das Leben gekostet, nach UNO-Angaben
wurden allein in den letzten fünf Monaten der Auseinandersetzung mehr
als 7.000 Zivilpersonen getötet. Den Streitkräften wird vorgeworfen,
einen schmalen Küstenstreifen mit Hunderttausenden Menschen
bombardiert zu haben. Die Rebellenbewegung Befreiungstiger von Tamil
Eelam (LTTE) soll Flüchtlinge am Verlassen der von ihnen
kontrollierten Gebiete gehindert sowie Artillerie auf von
Zivilpersonen bewohnte Gebiete abgefeuert und damit
Vergeltungsangriffe der Truppen provoziert haben.(APA/apn)