Einwohner wehren sich gegen Generalstreik

6. Mai 2010, 16:03
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Wütende Einwohner greifen Maoisten an - Streik legt öffentliches Leben seit fünf Tagen lahm

Kathmandu - Aus Ärger über den seit fünf Tagen andauernden Generalstreik haben Einwohner in Kathmandu und weiteren Städten Nepals am Donnerstag maoistische Demonstranten verprügelt. In der Stadt Birgunj wurde nach Angaben des Innenministeriums ein Auto in Brand gesteckt, in der Region Tokha ging die Polizei mit Tränengas gegen die wütende Menge vor. Die Opposition will mit dem Generalstreik den Rücktritt von Ministerpräsident Madhav Kumar Nepal durchsetzen.

In Kathmandu ist das öffentliche Leben deswegen weitgehend zum Erliegen gekommen, und etliche Einwohner verlieren zusehends die Geduld mit den Demonstranten, weil sie ihre Geschäfte wieder öffnen wollen. Die Regierung hat angekündigt, sich dem Druck der Demonstranten nicht zu beugen. Die Maoisten hatten erst 2006 nach einem jahrzehntelangen Aufstand ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet. In dem blutigen Guerillakrieg wurden mindestens 13.000 Menschen getötet. (APA/apn)

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    Maoisten verprügeln einen Streikbrecher

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    Die Einwohner von Birgunj wehrten sich am Donnerstag gegen den von Maoisten ausgerufenen Generalstreik. Die Maoisten fordern den Rücktritt des kommunistischen Ministerpräsidenten Madhav Kumar Nepal und die Neubildung einer Koalitionsregierung unter maoistischer Führung.

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