Frank Dimroth arbeitet in Freiburg an Mehrfachsolarzellen
Freiburg - Der Freiburger Solarforscher Frank Dimroth erhält den
höchst dotierten Wissenschaftspreis Frankreichs. Der 38 Jahre alte Physiker
werde für seine Forschungstätigkeit mit dem Preis der "Foundation Louis D"
ausgezeichnet, teilte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) am
Donnerstag in Freiburg mit. Es bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der
"Welt".
Der Preis, der mit 750.000 Euro dotiert ist, wird am 9. Juni in Paris
übergeben. Dimroth entwickelt an dem Freiburger Institut Solarzellen, die eine
überdurchschnittlich hohe Wirkung haben.
Dreifachsolarzelle
Dimroth und sein 50 Wissenschafter zählendes Team haben nach eigenen Angaben
eine aus Verbindungshalbleitern bestehende Dreifachsolarzelle entwickelt, die
deutlich mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln kann als konventionelle
Solarzellen. Mit ihrer Erfindung kann den Angaben zufolge ein Wirkungsgrad von
41,1 Prozent erzielt werden und damit doppelt so viel wie bei herkömmlichen
Solarzellen aus Basis von Silizium.
Mehrfachsolarzellen werden bisher im Weltraum eingesetzt, um Satelliten mit
Energie zu versorgen. Damit die Technik auch von der Solarwirtschaft genutzt
werden kann, wollen Dimroth und seine Kollegen weiter an der Serienreife
arbeiten. (APA)