EU könnte Österreich zu besserer Akademikerquote verhelfen

6. Mai 2010, 14:12
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Bei Anerkennung gleichwertiger Abschlüsse könnte Quote in Österreich von 20 auf deutlich über 30 Prozent steigen

Brüssel - Der EU-Rat für Bildung, Jugend und Kultur kommenden Montag und Dienstag in Brüssel wird zur Vorbereitung des Europäischen Rats der 27 Staats- und Regierungschefs Mitte Juni die Zahlenvorgaben für die Kernziele bei den frühen Schulabbrechern von maximal zehn Prozent und der gewünschten Quote von 40 Prozent für Hochschulabschlüsse für 30-34-Jährige beraten. Sollte keine Einigung erzielt werden, wird der EU-Gipfel damit befasst. Was Österreich betrifft, würde durch die Einbeziehung von gleichwertigen Abschlüssen das Erreichen der 40-Prozent-Quote bei den Hochschulabschlüssen deutlich näher rücken.

In Diplomatenkreisen hieß es, dass dann die derzeitige Quote der Hochschul-Absolventen in Österreich von rund 20 Prozent auf klar über 30 Prozent steigen würde. Dabei würden auch Diplomkrankenschwestern oder Personen mit HTL-Abschluss als Hochschul-Absolventen gelten. Dies ist bereits in einigen anderen EU-Staaten der Fall, womit die Akademikerquote dort entsprechend höher ist als in Österreich, wo die Regelung bisher strenger ist.

Außerdem geht es beim Bildungsrat um die soziale Dimension der Bildung und die Fähigkeiten, "neue Kompetenzen für neue Beschäftigungen" zu schaffen. Österreich ist beim Rat nicht nur durch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) vertreten, sondern auch durch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP), Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP), die den Jugendbereich betreut, und Sportminister Norbert Darabos (SPÖ). (APA)

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