Sparkasse NÖ Mitte West AG schließt positiv ab

6. Mai 2010, 12:49
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Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig auf 2,24 Milliarden Euro - Betriebsaufwendungen niedriger als im Jahr zuvor

St. Pölten - Trotz des ungünstigen Umfeldes hat die Sparkasse Niederösterreich Mitte West AG das Geschäftsjahr 2009 positiv abgeschlossen. Generaldirektor Wolfgang Just bezifferte das EGT am Donnerstag in der Bilanzpressekonferenz in St. Pölten mit 2,4 Mio. Euro. Das sei ein Plus von 1,9 Mio. Euro im Vergleich mit dem Jahr zuvor gewesen. Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig um 0,8 Prozent auf 2,24 Mrd. Euro.

Das Betriebsergebnis betrug 12 Mio. Euro. Für das laufende Jahr würden 15 Mio. Euro erwartet, so Just. Das erste Quartal sei "gut verlaufen". Die Sparkasse NÖ Mitte West blicke optimistisch in die Zukunft.

Bei den Kundenausleihungen hatte das Unternehmen 2009 einen, so Just, kleinen Rückgang um zehn Mio. Euro bzw. 0,7 Prozent zu verzeichnen. Auf der Passivseite seien die Spareinlagen um 24 Mio. Euro oder 2,3 Prozent gestiegen. Den um 2,4 Mio. Euro oder 6,8 Prozent auf 33,4 Mio. Euro rückläufigen Nettozinsertrag führte der Generaldirektor auf den starken Rückgang der Geldmarktzinsen im Vergleich zum Jahresbeginn 2009 zurück.Früchte getragen habe das strikte Kostenmanagement. Die Betriebsaufwendungen seien um etwa 1,1 Mio. Euro oder 2,5 Prozent niedriger ausgefallen als 2008.

Striktes Kostenmanagement

Vorrangiges Ziel des Vorstandes im vergangenen Geschäftsjahr sei es gewesen, der schwierigen Wirtschaftslage entgegenzusteuern und die Region zu unterstützen. Diesbezüglich verwiesen Just und seine Vorstandskollegen Helge Haslinger und Otto Korten auf eine Kredit- und die schon seit 2007 laufende Lehrlingsoffensive. So hätten die Sparkassen im Zentralraum und im westlichen Niederösterreich 150 Mio. Euro an Kreditvolumen für Unternehmen und private Haushalte zur Verfügung gestellt. Derzeit befänden sich 18 Lehrlinge in Ausbildung, neun von ihnen seien im September 2009 aufgenommen worden.

Positiv vermerkte Korten, dass im vergangenen Jahr 1.500 neue Privatkunden hinzugekommen seien. "Flexibilität muss unsere Stärke sein", verwies er u.a. auf Kundenberatungen auch am Sonntag.

Zum Thema Bankensteuer hieß es am Donnerstag in St. Pölten, dass die Sparkasse NÖ Mitte West AG zu Solidarität stehe, wenn der Staatshaushalt zu sanieren sei. "Wenn alle zahlen, zahlen wir auch mit", so Just. "Aber was haben wir als Regionalbank verbrochen?"

Die Sparkasse NÖ Mitte West AG zählt weiterhin knapp 500 Mitarbeiter, davon etwa 100 in Teilzeit. Das Unternehmen verfügt über 41 Geschäftsstellen. Seit November 2006 gibt es auch eine Repräsentanz in Wien. (APA)

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