Schlechtestes Psychologie-Studium im deutschsprachigen Raum in Klagenfurt

6. Mai 2010, 12:50

Gemischte Noten für heimische Unis - Positive Bewertung für Geschichte, Mechatronik an heimischen Fachhochschulen Spitze

Wien - Gemischte Noten für die zwei teilnehmenden heimischen Universitäten hat das diesjährige Hochschulranking des deutschen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) gebracht. Das Psychologie-Studium an der Uni Klagenfurt ist demnach das schlechteste aller teilnehmenden Hochschulen, Top-Werte erzielten dagegen das Geschichte- und das Anglistik/Amerikanistik-Studium in Klagenfurt. An der Technischen Universität (TU) Graz erhielt Bauingenieurswesen gute Noten, der Maschinenbau landete im Mittelfeld. Ausgezeichnete Bewertungen weisen auch die Mechatronik-Ausbildungen der Fachhochschulen Oberösterreich und Vorarlberg auf.

Ranking basiert auf Fakten und Bewertung

Das CHE hat heuer die Fachrichtungen der Geistes- und die Ingenieurwissenschaften sowie Psychologie und Erziehungswissenschaft neu gerankt. In dem Ranking werden keine Rangplätze, sondern die Fachbereiche der einzelnen Unis je nach Ergebnis in die Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe eingeordnet. In das Ergebnis fließen sowohl Fakten (z.B. wissenschaftliche Veröffentlichungen oder Drittmittel pro Professor) als auch Bewertungen von mehr als 200.000 Studierenden und 15.000 Professoren ein.

Psychologie an Uni Klagenfurt: Überall in der Schlussgruppe

Das Psychologie-Studium an der Uni Klagenfurt hat es dabei als einzige der Teilnehmer-Unis geschafft, in allen fünf Bewertungskriterien (Forschungsgelder pro Wissenschafter, Veröffentlichungen pro Wissenschafter, Berufsbezug, Betreuung durch Lehrende und Studiensituation insgesamt) in der Schlussgruppe zu landen. Umgekehrt verzeichnete sie in der Geschichte - bei etwas anderen Bewertungskriterien - drei Platzierungen in der Spitzengruppe und in der Anglistik/Amerikanistik zwei. In den Erziehungswissenschaften und der Germanistik reichte es für zwei Platzierungen in der Spitzen- sowie einer in der Schlussgruppe. Die Romanistik wiederum kam auf eine Platzierung in der Schlussgruppe (Rest jeweils Mittelgruppe oder nicht gerankt).

Teilnahme auf freiwilliger Basis

Die TU Graz glänzte vor allem im Bauingenieurswesen (drei Mal in der Spitzengruppe), im Maschinenbau langte es zu Plätzen in der Mittelgruppe bei einem Ausreißer in die Spitzengruppe. Die Mechatronik-Ausbildungen der FH Vorarlberg und Oberösterreich brillierten mit je drei Spitzengruppen-Platzierungen. Weniger gut schlugen sich die Oberösterreicher in der Kategorie Elektrotechnik und Informationstechnik - dort scheinen sie zwei Mal in der Schlussgruppe auf.

Die österreichischen Hochschulen nehmen derzeit nur auf eigene Initiative am CHE-Ranking teil: 2007 hat die österreichische Qualitätssicherungsagentur AQA, die seit 2004 das CHE-Ranking für alle österreichischen Unis koordiniert hatte, ihren Rückzug aus dem Hochschul-Vergleich erklärt. (APA)

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Kärnten,...

...ist ein Wahnsinn.

Zum Vergleich

Ich hab' jetzt einmal die CHE-Ergebnisse von 2007 ausgegraben, als die anderen österr. Psychologie-Standorte noch "mitgespielt" haben. Ergebnis Detailwertung (Zahl der Schlussgruppen-Platzierungen von insg. 17 Indikatoren):

Salzburg: 9
Klagenfurt: 10
Graz: 14
Wien: 15
Innsbruck: 16

(Höhere Zahl = schlechteres Abschneiden, z. B. war Innsbruck 2007 bei 16 von 17 Indikatoren in der Schlussgruppe.)

Nun, 2010, liegt Klagenfurt bei 11 von 17 gewerteten Indikatoren in der Schlussgruppe - also nicht so die große Veränderung. Nur dass die anderen Standorte nicht mehr erfasst sind. Soviel also zum Uni-Klagenfurt-Bashing (das bei HauptstädterInnen offenbar zum guten Ton gehört)...

Es stimmt schon, dass sich die anderen Unis auch dem Ranking stellen sollten.

Aber in einem gemeinsamen europaeischen Hochschulraum sollte sich die Uni Klagenfurt nicht an der Uni Innsbruck messen sondern beispielsweise an der Uni Magdeburg. Nur darauf hinweisen, dass andere noch schlechter sind, kann ja nicht die Loesung sein.

Das stimmt schon, Nevim.

Aber wie bereits gesagt (siehe weiter unten): Das Betreuungsverhältnis im Fach Psychologie liegt in Deutschland im Mittel bei 1 : 10 (striktes bundesweites NC-Fach), in Ö. zwischen 1 : 46 (Graz) und 1 : 109 (Klagenfurt). Dass man da in einem Studienzufriedenheitsranking nicht konkurrieren kann, dürfte offensichtlich sein. Beifallsbekundungen bitte an die österreichischen Bundesregierungen der letzten 30 Jahre.

Protest - Psynsolvenz Klagenfurt

Das war keine Überraschung. Die Klagenfurter Psychologie hat die schlechteste Personalausstattung im deutschsprachigen Raum und dadurch das schlechteste Betreeungsverhältnis in eben diesem. Deshalb haben auch die Psychologiestudierenden in Klagenfurt einen Protest, "Psynsolvenz", ins Leben gerufen.
Auf der Website der Studienvertretung Psychologie sieht man eine genaue Auflistung der Zahlen und Fakten, sowie die Forderung nach vier zusätzlichen Professuren für die Klagenfurter Psychologie, die von der Uni zuerst versprochen und nun wieder gestrichen wurden!

http://www.oeh-klagenfurt.at/psychologie

Wieda mal die Kärntner...

... überraschend ist das Ergebnis nicht. Jörg Haider u. seine Anhängsel haben Steuergelder ja lieber für mehr als fragwürdige Beihilfen und Investitionen verbraten, anstatt sie in die Bildung zu stecken. Unis und FH's in Klagenfurt haben generell keinen guten Ruf.

Was bleibt also vom guten Jörgi übrig? Ein schwer verschuldetes Bundesland, Ortstafel-Lächerlichkeiten, eine heruntergewirtschaftete Bank (Hypo Kärnten), zwei kaputte Fußballclubs (FC Kärnten, Austria Kärnten), bei denen er Präsident war - und miese Hochschulen.

Und nicht zu vergessen: Ohne der Hilfe von Rest-Österreich hätte Kärnten dank des Hypo-Debakels ein großes finanzielles Problem bekommen.
Um eure Hochschulbildung müssts euch aber selber kümmern - mit eurem Geld.

Die Uni Klagenfurt ist eine Bundesinstitution...

... und hat(te) mit dem unseligen Jörg Haider genauso wenig zu tun wie die Uni Wien mit Michael Häupl. Dass Kärnten so ist wie es ist war ja mit ein wesentlicher Grund, dort Anfang der 1970er eine Uni zu gründen (um das spätaufklärerisch zu ändern). Also bitte: Informieren - nachdenken - posten...

I beg to differ!

Die Landespoitik regiert an der AAU in einer Art und Weise in die Uni-Belange hinein, wie es an keiner anderen österreichischen Uni möglich ist!
Das hat mit der Realität der Geldmittel zu tun! Und der Willfährigkeit der Institution. Sowohl die Versorgungspartei SPÖ Kärnten als auch BZÖ und ÖVP bringen hier ihre Schäfchen ins Trockene. Die Grünen spielens über die GRAS.
Genau so schaut es dann aus! Kärnten ist ein Wahnsinn! Man sollte den Herrschaften einmal schärfer klar machen, dass es ohne die Uni ein Vakuum gebe, in das die "MaturantInnen" des Bildungslandes Kärnten - Leilei! - fielen = Arbeitslosigkeit = frustierte Jungwähler!
Es ist keine Gnade, wenn also die Uni Geldmittel erhält - siehe Zukunftsfond oder Lakeside Lab.

Die Landespolitik *versucht* es.

Das versuchen viele in vielen Ländern (vgl. NÖ, wo man sich für "seine" Uni ein eigenes Gesetz gemacht hat...)

Und Fonds schreibt man mit "s" (abseits der Saucenküche).

Das ändert aber nichts daran, dass die Uni Klagenfurt ziemlich "exterritoriales Gebiet" ist (eine Art Raumschiff), verglichen zur politischen und sonstigen Verfasstheit des unmittelbaren Umlandes.

Leilei!

Da lachen nicht einmal die Hühner!

Minimal Mind

Für Sie, Meister Johann, müsste man eine "Kleinste Zeitung" gründen. Die Kleine (dort posten sie ja auch) ist weitaus nicht klein genug.

allgemein ist zu beobachten, dass

oft solche maturanten psychologie studieren, denen nichts besseres einfällt oder die selber psychische probleme haben.

österreich sollte hier sparen!

Habens eine Umfrage bei den Studienanfängern gestartet oder woher wissen Sie das? Oder habens den Spruch von einer Klotür geklaut.
Selber psychische Probleme.. dass ich nicht lache. Es haben soviele Leute einen Knacks, der sich zu einem psychischen Problem ausweiten lässt, dass ihre These für alles mögliche stimmen könnte.

Einsparen

super Lösung. Sind Sie Bundespolitiker?

und wie stets

mit der Bewertung eines Pädagogikstudiums in Klagenfurt? Ist es qualitätsvoll oder haben Bla-Bla-Redner das Sagen?

In Kärnten würd ich lieber gar nichts studieren.

CHE ist eine Gründung der Bertelsmannstiftung
und verfolgt politische Interessen .
Interessen die von Interessen der globalisierten Wirtschaft gelenkt sind

Nein:

Che ist ein Typ, von dem die wenigsten wissen, was er gemacht hat, aber sich gerne das coole Poster an die Wand hängen!

Che war zu seiner Zeit einfach hip!

Wenn man sich genau anschaut, was er so gemacht hat, ist er politisch eigentlich mit allem gescheitert!

Alter Schwede! eine Verschwörung!

Und die anderen sind sachlich und seriös und handeln aus Überzeugung und weil sie den Menschen Gutes tun wollen, auf das sie seelig gesprichen werden.

Passt die Bewertung nicht?

Fh wahnsinn



Die Che ist eine FH lobby gesponsort von neoliberalen Bertelsmann
http://de.wikipedia.org/wiki/Bert... ung#Kritik

FH züchtet Wirtschaftssklaven also unselbstständige unkritische Jasager

schauts euch mal an wieviel FH LEhrgänge es schon gibt (wo man in 3-4 Semester Master of Science sich kaufen kann) die ganzen Uni Titel werden dadurch entwertet
http://www.fachhochschulen.at/FH/Studiu... /FH/FH.htm

meiner meinung dient die Fh zur systematischen umbildung - also volksverblödung erziehung zur unmündigkeit - also eh im neoliberalen interesse

FH züchtet Wirtschaftssklaven also unselbstständige unkritische Jasager

Diese Behauptung können Sie doch sicher belegen....

schau in deinem facebook eintrag nach

Also kein Beleg.

Dachte ich mir schon.

belege gibts nur für brötchen selberdenken kasnn ich dir nicht ersparen

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