Mehr Geld für private Kindergartenanbieter

6. Mai 2010, 12:28
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Stadt erhöht Förderung für Personal um 13 Mio. Euro - Versorgungsgrad von Drei- bis Sechsjährigen bis Herbst bei 101 Prozent

Wien - Seit Jänner erhalten Kindergärtnerinnen, die bei der Stadt Wien beschäftigt sind, im Schnitt 6,3 Prozent mehr Lohn. Nun bietet die Stadt auch den privaten Trägern eine entsprechende Förderung an, die sich auf 13 Mio. Euro beläuft. Konkret erhalten die Einrichtungen im Herbst 17 Prozent mehr Grundbeitrag pro Kind, für Horte werden die Fördersätze um 10 Prozent angehoben. Das Geld wird dabei rückwirkend mit 1. Jänner ausbezahlt. "Damit können auch die Gehälter im privaten Bereich angepasst werden", unterstrich Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) vor Journalisten. Das zusätzliche Geld muss in den Personalbereich fließen.

Die heurigen Anmeldungen von Kindern bis zum Alter von sechs Jahren gingen im Jänner und Februar um rund 1.000 auf 11.431 zurück. Nach dem im Vorjahr erfolgten Ansturm wegen der Einführung des Gratiskindergartens erlebe man nun eine Normalisierung, so die Erklärung. Überdies gab es nur 490 Anmeldungen von Fünfjährigen, die noch keine Einrichtung besuchten - nur halb so viele zum bald verpflichtenden Kindergarten für diese Altersgruppe wie erwartet. Zum einen gehe man davon aus, dass rund 100 Eltern trotz drohender Verwaltungsstrafe ihre Sprösslinge noch nicht angemeldet hätten, zum anderen habe man wohl die Zahl derjenigen Kinder überschätzt, die sich nicht im Kindergarten befinden, so Oxonitsch.

Versorgungsgrad im 1. Bezirk: 250 Prozent

In Summe stehen wienweit den Eltern ab September rund 18.000 freie Plätze zur Verfügung, knapp die Hälfte davon in städtischen Kindergärten. Insgesamt sind in der Bundeshauptstadt 60.773 Plätze vorhanden. Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren soll bis zum Herbst sogar ein Versorgungsgrad von 101 Prozent erreicht sein. Dies könne allerdings immer noch bedeuten, dass es an einzelnen Standorten Engpässe gebe, da manche Standorte etwa wegen der Nähe zum Arbeitsort der Eltern beliebter seien als andere, so Oxonitsch. Beispielsweise habe die Innere Stadt einen Versorgungsgrad von 250 Prozent, da wenige Kinder in der City wohnten. Zugleich werde der Bezirk wegen der Pendler von Anfragen überrannt.

Restplatzbörse im Internet

Heuer soll in ganz Wien die Zahl der Plätze für Unter-Dreijährige um 1.694 auf 14.174 ausgebaut werden. Bei der Altersgruppe von eins bis drei Jahren liegt der Versorgungsgrad bei 41 Prozent und soll bis September auf 44 Prozent anwachsen. Unter einem Jahr hält der Versorgungsgrad bei derzeit 28 Prozent, soll aber bis Herbst auf 33 Prozent steigen.

Um Mehrfachanmeldungen von Kindern in verschiedenen Einrichtungen künftig zu verhindern oder zumindest den realen Bedarf abschätzen zu können, plant man nun eine Internetlösung für alle Anbieter, mit der ein Abgleich schneller möglich sein soll. Zugleich soll eine Restplatzbörse gemeinsam mit den großen Anbietern eingerichtet werden. (APA)

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