Zum 65. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland
Belgrad - Die serbischen
Streitkräfte sind ohne die erhoffte
Einladung Moskaus geblieben, an der
Militärparade zum 65. Jahrestag
des Sieges über Hitler-Deutschland teilzunehmen. Das berichtete am
heutigen Donnerstag die Tageszeitung
"Danas". In der russischen
Botschaft in Belgrad konnte man die
Gründe für die ausgebliebene
Einladung nicht angeben, berichtete das Blatt unter dem Hinweis, dass
an der Militärparade Soldaten aus 13
Staaten, darunter den USA,
Großbritannien und Frankreich, aber auch einstigen sowjetischen
Republiken teilnehmen.
Eine Einladung ist laut dem Blatt nicht nur an Soldaten aus
Serbien, sondern auch an jene aus
anderen Staaten auf dem Gebiet des
ehemaligen Jugoslawien ausgeblieben, die
im Zweiten Weltkrieg gegen
Hitler-Deutschland gekämpft hatten. Am Dienstag jährte sich zum 30.
Mal der Todestag von Josip Broz Tito, der im Zweiten Weltkrieg an der
Spitze der jugoslawischen Partisanen
stand und nach dem Krieg zuerst
Ministerpräsident und danach Staatschef Jugoslawiens wurde. Ohne
Einladung zur Militärparade sind auch die
baltischen Staaten und
Georgien geblieben, berichtete das Blatt. Unter den hohen Gästen an
der Militärparade wird sich am Sonntag
laut "Danas" allerdings auch
Präsident Boris Tadic befinden.
Kurz vor dem Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg hat eine
Belgrader Straße dieser Tage den Namen "Boulevard der Roten Armee"
erhalten. Auch die sowjetischen Generäle
Fyodor Tolbuchin und
Wladimir Schdanow haben nach dreizehn Jahren erneut ihre Straßen in
Belgrad. Dazu ist es auf eine Aufforderung des russischen Botschafters
in Serbien, Alexander Konusin, gekommen. (APA)