Homosexuellen-Parade gerichtlich verboten

6. Mai 2010, 10:01
7 Postings

OrganisatorInnen der "Baltic Pride" legten unverzüglich Berufung gegen Entscheidung ein

Vilnius - Ein litauisches Gericht hat am Mittwoch wegen Sicherheitsbedenken eine geplante Homosexuellen-Parade verboten. Generalstaatsanwalt Raimondas Petrauskas habe Erkenntnisse darüber, dass gewalttätige Gruppen den für den Samstag in der Hauptstadt Vilnius geplanten Aufzug angreifen könnten, hieß es in dem Beschluss. Das Gericht gab einem Verbotsantrag der Behörde statt. Die OrganisatorInnen der Parade "Baltic Pride" legten gegen die Entscheidung unverzüglich Berufung ein.

Kritik am Beschluss von Amnesty und Präsidentin

Präsidentin Dalia Grybauskaite kritisierte den Gerichtsbeschluss. Es gebe ein verfassungsmäßiges Recht, sich friedfertig zu versammeln und seine Ansichten zum Ausdruck zu bringen, erklärte ihr Sprecher. Der Chef der litauischen Schwulen-Liga, Wladimir Simonko, sagte, die OrganisatorInnen der Parade hätten in der Vorbereitung gut mit der Polizei zusammengearbeitet und einen Sicherheitsplan ausgearbeitet. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte die Behörden auf, den Aufmarsch nicht zu verbieten. (APA/Ag.)

Share if you care.