Wiener Börse schließt erneut sehr schwach

6. Mai 2010, 20:10
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Erste Group umsatzstärkste Aktie

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen erneut mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 86,65 Punkte oder 3,50 Prozent auf 2.391,47 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 32 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.423 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,96 Prozent, DAX/Frankfurt -0,84 Prozent, FTSE/London -1,51 Prozent und CAC-40/Paris -2,19 Prozent.

Damit verbuchte der ATX bereits den dritten Handelstag in Folge Verluste von jeweils mehr als drei Prozent. Mit der anhaltenden Talfahrt erreichte der heimische Leitindex das tiefste Niveau seit August 2009. Belastungsthema an den Aktienbörsen bleibt weiterhin die Sorge vor einem Überschwappen der Finanzkrise in Griechenland auf andere Euro-Staaten, hieß es.

Europaweit standen wieder einmal die Finanztitel stark unter Verkaufsdruck. In Wien sackten die Erste Group- und Raiffeisen International-Papiere jeweils um mehr als fünf Prozent auf 28,38 Euro bzw. 32,37 Euro ab. Im Versicherungsbereich brachen Vienna Insurance um 6,06 Prozent auf 33,50 Euro ein.

Zu den heimischen Werten lagen am Berichtstag fast keine fundamentalen Nachrichten vor. Zum Wochenschluss werden OMV und Andritz über ihre Erstquartalszahlen berichten. OMV fielen im Vorfeld der Ergebnispräsentation um 1,31 Prozent auf 25,70 Euro und die Titel des steirischen Anlagenbauers Andritz gingen um 1,83 Prozent auf 43,00 Euro zurück.

RHI gegen den Trend

Gegen den allgemein negativen Trend konnten RHI nach einer positiven Analystenmeinung um 2,36 Prozent auf 23,03 Euro zulegen. Die Experten der Deutschen Bank haben die Aktien des Feuerfestkonzerns von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und ihr Kursziel mit 30,00 Euro bestätigt.

Die Post-Aktie rutschte um 9,57 Prozent oder 1,98 Euro auf 18,72 Euro ab. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Titel ex-Dividende gehandelt wurden. Ausgeschüttet wurden 1,50 Euro je Papier.

Sehr schwach gingen auch bwin mit einem Kursverlust von 7,16 Prozent auf 35,65 Euro aus dem Handel. Immofinanz verbuchten ein sattes Minus von 4,56 Prozent auf 2,72 Euro. Die voestalpine-Aktie verlor um 3,56 Prozent auf 24,93 Euro an Wert.

Auch bei Intercell konnte eine Unternehmensmeldung die Aktie (minus 4,15 Prozent auf 17,78 Euro) nicht stützen. Der Impfstoffentwickler hat der Schweizer Biotech-Firma Cytos um 15 Mio. Euro ihre Technologie-Plattform zur Entdeckung monoklonaler Antikörper abgekauft.

Die zehn größten Kursgewinner

1. LINZ TEXTIL HOLDING AG +5,96 Prozent

2. MASCHINENFABRIK HEID AG +3,43 Prozent

3. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG +3,38 Prozent

4. WIENER PRIVATBANK SE +2,96 Prozent

5. BANK FÜR TIROL UND VBG AG VZ +2,94 Prozent

6. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +2,59 Prozent

7. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +2,58 Prozent

8. RHI AG +2,36 Prozent

9. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +1,14 Prozent

10. PALFINGER AG +0,73 Prozent

Die größten Kursverlierer

1. OESTERR. POST AG -9,57 Prozent

2. BWIN INT. ENTERT. AG -7,16 Prozent

3. VIENNA INSURANCE GROUP -6,06 Prozent

4. ERSTE GROUP BANK AG -5,96 Prozent

5. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -5,43 Prozent

6. CENTURY CASINOS INC -5,24 Prozent

7. JOWOOD ENTERTAINMENT AG -4,76 Prozent

8. IMMOFINANZ AG -4,56 Prozent

9. INTERCELL AG -4,15 Prozent

10. VOESTALPINE AG -3,56 Prozent (APA)

 

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