Sängerin Giulietta Simionato gestorben

5. Mai 2010, 18:06
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Eine Woche vor ihrem 100. Geburtstag - Galt in den 1950ern und 60ern als "Königin der Oper"

Wien - Die italienische Opernsängerin Giulietta Simionato ist heute, Mittwoch, eine Woche vor ihrem 100. Geburtstag in Rom verstorben. Das teilte die Wiener Staatsoper in einer Aussendung mit. Nun sei "auch die letzte der Allergrößten von uns gegangen", sagte Direktor Ioan Holender in einer ersten Reaktion. Simionato gab 1927 ihr Bühnendebüt in Rovigo und wurde 1936 an die Mailänder Scala engagiert, von wo aus sie ihre internationale Karriere startete. Neben der Scala war die Wiener Staatsoper, wo sie 1957 debütierte, die zweite künstlerische Heimat der gefeierten Mezzosopranistin. Im Jahr 2000 erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.

Als "Königin der Oper" wurde Giulietta Simionato in den 1950er und 60er Jahren gefeiert, als sie an allen großen Opernhäusern der Welt sang. In Wien stand sie zwischen 1957 und 1965 mehr als 130 Mal auf der Bühne der Staatsoper, unter anderem als Amneris in "Aida", als Azucena im "Troubadour", als Carmen, als Cherubino im "Figaro", als Eboli in "Don Carlos", als Ulrica im "Maskenball", als Santuzza in "Cavalleria rusticana", als Quickly im "Falstaff", als Maddalena in "Rigoletto" oder als Preziosilla in "Macht des Schicksals". Sie hat mit den großen Dirigenten ihrer Zeit wie Toscanini, Furtwängler, Walter, De Sabata, Kubelik und Karajan zusammengearbeitet, fünf Saisonen in Salzburg und zehn in Verona gesungen und wurde zur Opernlegende ihrer Ära. Die Wiener Staatsoper widmet Simionato die morgige Vorstellung von "Carmen". (APA)

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