Scharinger gegen Zugangsbeschränkungen

5. Mai 2010, 17:15
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Entlastung durch e-learning - Enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft

Wien  - Der Vorsitzende des Uni-Rats der Linzer Johannes Kepler Universität, Oberösterreichs Raiffeisenlandesbank-Chef Ludwig Scharinger, hält nichts von Zugangsbeschränkungen an der Universität Linz. Es gebe einen enormen Zulauf von Studentinnen und Studenten, dies werde in den ersten Semestern durch e-learning und "blended learning" aufgefangen, erörterte er am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien.

"Nicht jeder muss Doktorarbeit schreiben"

Die Uni Linz lege Wert auf Qualität, Schwerpunkte sieht der Banker und Chef eines Industriebeteiligungs-Imperiums in der engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und in Zukunftsbereichen wie Mechatronik, Biotechnologie, Elektronik und Medizintechnik. Auch die Sozialpsychologie als Basis für Unternehmensführung will der Banker in Linz forcieren. Nicht jeder müsse eine Doktorarbeit schreiben, auch Bachelor-Absolventen mit gezielten weiterführenden Lehrgängen hätten die besten Chancen im Erwerbsleben.

Grundsätzlich äußerte Scharinger Bedenken zur österreichischen Universitätslandschaft: "Unsere Unis sind zum Teil nicht wettbewerbsfähig." Österreich müsse mehr in Forschung und Entwicklung investieren, die Grundlagenforschung müsse an den Universitäten passieren. (APA)

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