"Besser abtreiben als helfen?"

5. Mai 2010, 16:52
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Wiens Katholischer Familienverband kirchliche Schwangerenberatungsstellen durch die Frauenstadträtin diskriminiert

Der Wiener Katholische Familienverband (KFVW) fordert von der Gemeinde Wien Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung von schwangeren Frauen in Notsituationen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gebe es in der Bundeshauptstadt keine derartigen öffentlich finanzierten Hilfen, kritisierte die Familienverbandsvorsitzende Mechtild Lang am Mittwoch. 

Keine Nennung von "Aktion Leben" und Co.

"Gilt in Wien: Besser abtreiben als helfen?", fragte Lang provokant und forderte die Schaffung eines städtischen Wiener Hilfsfonds für Schwangere in Not. Scharfe Kritik übte sie daran, dass die Schwangerenberatungsstellen der "Aktion Leben" und kirchliche Beratungsstellen für Frauen in Notlagen "diskriminiert" und in offiziellen Ratgeberbroschüren der Stadt Wien "absichtlich verschwiegen" würden. Sei seien dem zu Jahresbeginn erschienenen Handbuch "Wien für Wienerinnen, Infos und Tipps von A-Z" die "Aktion Leben"-Einrichtungen, die Beratungsstelle "Genea" der Caritas sowie die Beratungsstellen der St.-Elisabeth-Stiftung der Erzdiözese Wien nicht aufgenommen worden.

"Frauenberger benachteiligt Schwangere in Not"

Geschehen sei dies auf Weisung von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, so der Vorwurf des Katholischen Familienverbands: "Es darf nicht sein, dass Frauenberger schwangere Mütter und insbesondere Schwangere in Notsituationen benachteiligt und kirchliche Beratungsstellen desavouiert." (red)

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