Initiative "Mehr Forschung 2020" mit prominenten Unterstützern - Fordern Anhebung der Bildungs- und Forschungsausgaben
Wien - Die neue Initiative "Mehr Forschung 2020" will in der
Bevölkerung das Bewusstsein für die "überragende Bedeutung von
Wissenschaft und Forschung und den absoluten Vorrang ihrer Förderung"
heben. Dazu haben prominente Unterstützer aus der Forschungsszene ein
Gründungsmanifest unterzeichnet, im Internet und auf Facebook wird
nun um weitere Unterstützungserklärungen geworben.
Hinter der Initiative steht der Verein "Initiative Mehr
Forschung", als Ansprechpartner wird auf der Homepage der langjährige
Pressereferent der früheren steirischen Landeshauptleute Josef
Krainer und Waltraud Klasnic, Ex-VP-Bundesrat Herwig Hösele, genannt.
Dieser erklärte, dass es sich um eine rein
private Initiative handle, auf der Homepage ist von einer
"zivilgesellschaftlichen Internetplattform" zu lesen. Die Idee dazu
sei bei einem Symposium mit den "Wissenschaftern des Jahres" Anfang
März in Graz entstanden.
Prioritäten spiegeln sich "nicht im Handeln wider"
Während in öffentlichen Stellungnahmen immer wieder die
Bedeutung
von Bildung, Wissenschaft und Forschung für die Zukunft des
Standortes Österreich betont werde, spiegle sich diese Priorität
"bedauerlicherweise nicht im realen Handeln wider", heißt es im
Gründungsmanifest. Als Ziele der Initiative werden deshalb die
raschest mögliche Anhebung der Forschungsquote auf über drei Prozent
des Bruttoinlandsprodukts (BIP), der Ausgaben für den tertiären
Bildungssektor auf zwei Prozent des BIP bis 2020 sowie der Ausgaben
für Forschung, insbesondere für die Grundlagenforschung gefordert.
Weiters wird eine "konsistente österreichische Strategie für
den
gesamten tertiären Bildungssektor und für die Forschung"
eingefordert. Schließlich sollte die öffentliche Auseinandersetzung
mit Wissenschaft und Forschung verstärkt werden, wobei die Initiative
den Medien einen besonderen Stellenwert zuschreibt. "Insbesondere der
ORF hat seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag in diesem Zusammenhang
wahrzunehmen", heißt es im Manifest.
Rektoren und Forscher Unterzeichner
Erstunterzeichner sind u.a. zahlreiche "Wissenschafter des
Jahres"
wie Anton Zeilinger, amtierende und ehemalige Rektoren-Chefs wie Hans
Sünkel und Christoph Badelt, Forschungsrats-Chef Knut Consemüller,
Akademie-Präsident Helmut Denk, Wissenschaftsfonds-Präsident
Christoph Kratky, der Chef des Institute of Science and Technology
(IST) Austria, Thomas A. Henzinger, und die Präsidentin des European
Research Council (ERC) Helga Nowotny. (APA)