NADA-Verfahren gegen Graf eingeleitet

05. Mai 2010 14:48
  • Artikelbild
    Foto: apa/rauning

    Ein Foto aus besseren Tagen.

Gegen Ex-Leichtathletin liegt ein Prüfantrag vor, wonach sie bei der Firma Humanplasma zumindest einmal Blutabnahmen hat durchführen lassen.

Wien - Österreichs Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) hat am Mittwoch gegen Ex-Leichtathletin Stephanie Graf aufgrund einer rund sechseinhalb Jahre zurückliegenden Blutabnahme in der Plasmapheresestation Humanplasma ein Dopingverfahren eröffnet. Die Kärntnerin hatte zugegeben, diese Blutabnahme Ende 2003 kurz vor ihrem überraschenden Karriereende durchgeführt zu haben. Graf bestreitet die Rückführung des Blutes, in diesem Fall würde kein Dopingvergehen vorliegen.

"Ich bin darüber nicht überrascht"

Graf war am Dienstag von NADA-Geschäftsführer Andreas Schwab vom Verfahren gegen sie unterrichtet worden, gut eine Woche nach ihrem 37. Geburtstag. "Ich bin darüber nicht überrascht", erklärte Graf. "Das gehört zu der Strategie. Es wird mit letzter Kraft versucht, etwas herauszuholen. Ich bin entspannt und glücklich - und eine Privatperson." Sie zeigte sich überzeugt, dass das Verfahren keine Folgen haben wird. "Auf mein Leben, meine erbrachten Leistungen wird das keine Auswirkungen haben."

Erst am Montag war Graf als Athletenvertreterin der österreichischen Sporthilfe zurückgetreten, 55 heimische Sportler hätten sich wegen der unklaren Dopingvergangenheit der WM-Zweiten 2001 über 800 m für die Niederlegung der Funktion stark gemacht, da diese sinngemäß nicht mit der Kampagne "Leistung.Fairplay.Miteinander" vereinbar sei. Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) hatte die NADA zudem um die Einleitung des jetzt laufenden Verfahrens gebeten.

Nun stellte der ÖLV in einer Aussendung fest, dass die zum Zeitpunkt der Blutabnahme gegoltenen Anti-Doping-Regeln des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) Blutabnahmen als verbotene Methode definieren. Dabei sei bereits der Versuch der Anwendung einer verbotenen Methode zu sanktionieren. Laut WADA-Code verjähren Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen erst nach acht Jahren.

"Konsequenter Weg"

"Es ist sehr gut, dass die NADA Austria einen konsequenten Weg geht", meinte ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis dazu. Die Rechtskommission der NADA wird nun binnen acht Wochen in Anwesenheit der Verfahrensparteien eine mündliche Verhandlung abhalten. Nach dieser bzw. der Durchführung des Beweisverfahrens ist von der NADA über eventuelle Maßnahmen zu entscheiden.

Gleichzeitig gab die NADA bekannt, dass sie die durch die Akteneinsicht bei Humanplasma bekanntgewordenen Namen von Sportlern - zum Schutz der Athleten - noch nicht bekanntgibt, da zum Teil noch Erhebungen laufen würden und Beweismittel gesichert werden müssten. Außerdem würden vorher die Sportler selbst sowie die zuständigen Fachverbände informiert. Die Vorgangsweise in diesem Fall sei mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abgesprochen und koordiniert.(APA) 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 67
1 2
franz winterleitner
07.05.2010 07:45
...

...gleiches Recht für alle: Knauß, Goldberger, Hoffmann.....

emil dackweiler
06.05.2010 15:33
keine überraschung

kleine erinnerung: vor sydney z.b. hatte sie sich verdopt und konnte deshalb nicht an den meisterschaften teilnehmen. der ölv hat sie deswegen nicht nominiert, sie konnte nur über ein ticket des öoc teilnehmen.

nur: im vergleich mit z.b. der mutola war der bartwuchs wahrscheinlich noch bescheiden ;-)

Mathias
 
06.05.2010 14:42
Die Kärntnerin hatte zugegeben, diese Blutabnahme Ende 2003 kurz vor ihrem überraschenden Karriereende durchgeführt zu haben. Graf bestreitet die Rückführung des Blutes, in diesem Fall würde kein Dopingvergehen vorliegen.

Alles halb so schlimm... die bei "Humanplasma" wollen doch nur die Graf klonen ;-)

verleih nix
06.05.2010 11:50

gut so. wenn es wirklich doping war, hat sie in der sporthilfe wirklich nichts zu suchen.

der lobbyist
06.05.2010 11:03
es sollte sofort geprüft werden, ob der ehemalige weltmeister der marathon laufenden parlamentarier (staatssekretär LOPATKA) jemals "blut abnehmen" hat lassen. wenn ja: DOPINGVERFAHREN EINLEITEN!

McDonnell Douglas
06.05.2010 15:29
Billige Polemik!

1. Ist Herr Lopatka kein Leistungssportler, wird also nicht von der NADA regelmäßig überprüft.
2. Ist die Blutabnahme zum Zwecke der späteren Rückführung Doping - Nicht aber jede diagnostische Blutabnahme.
3. werden Sie auch, wenn Sie etwa den Wien Marathon laufen und gedopt sind - und kontroliert werden, disqualifiziert

der lobbyist
06.05.2010 11:00
erwischt es jetzt jeden "hobby"-sportler, der sich blut abnehmen hat lassen???

under ground
06.05.2010 13:33

die antwort ist: nein

Mathias
 
07.05.2010 10:02
naja...

... kommt nur darauf an, ob in der Sportart des Hobbysportler das Doping nicht verboten ist ;-)

der lobbyist
06.05.2010 11:00
"blutabnahme eine verbotene maßnahme"???

das zitat kann so wohl nicht stimmen - oder?

wenn doch: wie prüfen dann die doping-jäger selbst, wenn blutabnahme nicht erlaubt ist?

joseba beloki
06.05.2010 11:05

das mit der prüfung ist ganz einfach.
sportler können sich aussuchen, ob sie wegen der testverweigerung oder der blutabnahme gesperrt werden, wobei beides von offiziellen der NADA bezeugt werden kann.
das hat drei große vorteile.
- rechtssicherheit schon zum zeitpunkt des tests.
- man kann die ganzen sündteuren labors einsparen.
- chancengleichheit im sport, denn die besuche der NADA und somit die sperren können per zufälliger ziehung festgelegt werden.

(oder war die frage ernst gemeint?)

naihoit
06.05.2010 10:30
All diese "DopingjägerInnen" leben doch nur von den Verfehlungen der Sportler.

Wären alle SporlerInnen clear, müßten sie arbeiten.
Da lohnt es sich schon, eine Sportpensionistin an den Pranger zu zerren, koste es, was es wolle.
Ps.: muß man als BlutspenderIn vertraglich festlegen, wofür die Spende verwendet wird ?????

thomazz
06.05.2010 10:39

und du meinst, 'dopingjäger' ist der traumberuf, der eigentlich gar keine arbeit, sondern reines vergnügen ist? und die nada-angestellten machen das, weil's ihnen so viel spaß bereitet? dann wach bitte schnell auf.

Wasmichstört
06.05.2010 10:37
Es genügt wenn du beim RK spendest...

...und nicht im Neunten! Troll!

naihoit
06.05.2010 10:25
Jössas na, ich habe auch schon Blutg gespendet,

muß ich mich jetzt schuldig fühlen?

Wasmichstört
06.05.2010 10:27
Blutspenden tust beim RK...

...nicht dort... glaub mir!

Wasmichstört
06.05.2010 10:11
Soll dopen wer will...

...aber nicht auf Kosten der bzw. mit Unterstützung durch die Steuerzahler und auch nicht in von der Öffentlichkeit mitfinanzierten Vereinen oder z.B. auch Krankenhäusern, die durch Spenden und Steuergelder erhalten werden (St. Anna-Kinderspital!)

franz winterleitner
06.05.2010 07:46
...

...Endlich, sollte doch die Gerechtigkeit in diesem Land siegen ?.

Datum : Uhrzeit
06.05.2010 09:47

welche Gerechtigkeit? Hallo?
lauter Schwachsinn.

Und die nicht erwischt werden nennt man Stars, und bei uns rennt man einer nach die vielleicht vor 7 Jahren gedopt hat, der Gerechtigkeit willen. Und dass anscheinend jeder Sportler AsthmatikerIn ist ist ja vollkommen normal, aund was es noch alles gibt, nur um Substanzen nehmen zu können die die Leistung steigern. Sind alle Sportler ganz knapp an dem was erlaubt ist und was nicht, und Österreich interessiert Frau Graf????????????????????
Ist eh immer zweite geworden, hinter komplett cleanen Damen des Spitzensportes!

Gerechtigkeit wird siegen, nein, die schnellste soll siegen, undwenn diese am besten gedopt ist, von mir aus diese.

Wasmichstört
06.05.2010 10:28
Dann zahl dir die aber auch...

...selber - deine Parallelwelt der Doper!

Datum : Uhrzeit
06.05.2010 12:08

Hab mir meine Dopingmittel alle selbst gekauft und keines von der Steuer abgesetzt! Soviel fairness muss schon sein.

Datum : Uhrzeit
06.05.2010 07:39
Kann wer den Schwab eine reinhauen?

Wen interessiert ob das Graf gedopt hat oder nicht. Immerhin war sie doch lange Zeit unser bestes Pferd im Stall.

eleon
06.05.2010 09:48

pferd im stall. sehr amüsant in anbetracht der bilder...

Datum : Uhrzeit
06.05.2010 09:55

Das gibts ja nicht, das erste mal, das jemand einen Witz von mir im Sportteil erkannt hat. Sind immer alle so unentspannt hier.

mukl
06.05.2010 09:26

mich.
warum soll eine gedopte sportlerin als vorzeige-athlet von veranstaltung zu veranstaltung dingeln?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 67
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.