Strauss-Kahn will es 2012 mit Sarkozy aufnehmen

6. Mai 2010, 17:56

IWF-Chef geht für die Präsidentschaftswahl in Stellung

Der Bumerang kommt zurück. 2007 hatte Nicolas Sarkozy gemeint, er werde Dominique Strauss-Kahn am ehesten los, wenn er ihn als Chef im Internationalen Währungsfonds (IWF) installiere. Damit täuschte sich der amtierende Staatschef gründlich. Seither platziert sich Strauss-Kahn in Washington sogar noch besser als bisher für die fran-zösischen Präsidentschaftswahlen 2012.

In der Finanzkrise setzte sich der 60-jährige Sozialdemokrat als Finanzmann mit ruhiger Hand und langfristigem Ansatz in Szene - dem puren Gegenteil des quirligen Gestikulierers Sarkozy. Jetzt arbeitet er in der Griechenland-Krise weiter an seinem staatsmännischen Image - während Sarkozy im Élysée ob der leeren französischen Staatskassen verzweifelt, die ihn jedes Spielraums berauben.

Strauss-Kahn geht aber noch weiter: Diese Woche bekundete er in Paris seine Bereitschaft, für die Sozialisten 2012 ins Rennen zu steigen, um ihnen nach der Mitterrand-Ära (1981-1995) endlich wieder einmal den Einzug ins Elysée zu ermöglichen. Vom französischen Sender RTL gefragt, ob er sein IWF-Mandat bis zum Ablauf im Herbst 2012 ausüben wolle, nickte Strauss-Kahn pflichtbewusst - um sogleich anzufügen: "Aber wenn Sie mich fragen, ob ich mir die Frage unter gewissen Umständen neu stellen würde, lautet die Antwort: ja."

Nach einer neuen Umfrage von Mitte der Woche würden es 49 Prozent der Franzo-sen begrüßen, wenn "DSK" bei der Präsidentschaftswahl 2012 gegen Sarkozy anträte. Der sozialistischen Parteichefin Martine Aubry werden in dieser Erhebung nur 16 Prozent gutgeschrieben, anderen möglichen Gegenkandidaten des Staatschefs noch weniger.

Der IWF-Chef hat aber auch ein Handikap: Er verfügt im Parti Socialiste nur über eine beschränkte Hausmacht. Schon 2007 war er im parteiinternen Auswahlverfahren gegen Ségolène Royal unterlegen. Heute steht ihm Aubry im Weg. Der zum rechten Parteiflügel zählende Ex-Finanzminister muss deshalb versuchen, Aubry in Umfragen frühzeitig so weit als möglich zu distanzieren. Das ist nicht leicht: Die IWF-Statuten untersagen ihm jedes innenpolitische Engagement. (Stefan Brändle aus Paris/DER STANDARD, Printausgabe, 7.5.2010)

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10 Postings
Andreas B
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Schade,

Ich finde Mme. Aubry sehr sympatisch. Sie wäre mir lieber.

der_kleine_pariser
 
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die franzosen tun 's eher nicht.

bei einer entscheidung Sarko-Aubry würde sie eventuell als >das kleinere übel< durchgehen. die franzosen schieben ihr (teilweise zurecht, teilweise zu unrecht) immer noch den massiven kaufkraftverlust der letzten jahre in die schuhe, für die siedie (von aubry eingeführten) 35-std woche verantwortlich machen.

bei einem kandidaten DSK kann sarko schon vor der wahl die koffer packen...

Donald Kerabatsos
52
Sarkozy gegen Strauss-Kahn;

2 echte Franzosen...

Hukub
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10.5.2010, 09:18

Hallo Aufwachen!

es geht um Wahlen im Jahr 2012. Und der Sitz des Präsidenten ist schon einige Zeit wieder in Paris und nimmer in Vichy...
Sprücherl à la Lueger-Haider-Strache sind da nicht wirklich zeitgemäss, zum Kotzen sind sie - und waren sie - immer schon.

With Fear I Kiss The Burning Darkness
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was macht eigentlich

Frau Royal ?

der_kleine_pariser
 
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hoffentlich dahembleiben.

Seria
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ein sehr solider kandidat

p c2
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wieso soll er ein solider kandidat sein?

Sibylle Rosenstrauch
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Das wäre zur Abwechslung mal eine Persönlichkeit, die auch was zu sagen hat...

tom krishan1
 
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wann werden diese wirtschaftsterroristen endlich zur rechenschaft gezogen und den gewaltterroristen gleichgestellt?

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